Pegnitz Blutarme Mannschaft und ein kranker Trainer

Jürgen Masching
Bitterer Tag für die EVP-Torhüter: Maximilian Schmidt musste beim Stand von 0:4 in der 21. Minute vom Eis, auch sein Nachfolger Filip Rieger kassierte noch vier Kisten. Foto: Andreas Beil/Andreas Beil

Eishockey: Beim EV Pegnitz herrscht nach der 1:8-Schlappe im Frankenderby in Schweinfurt Ratlosigkeit.

Es war eine blutarme und körperlose Partie, die die Cracks der Ice Dogs am Sonntagabend im fränkischen Derby in Schweinfurt ablieferten. Die Mad Dogs waren in allen Belangen überlegen, konnten schalten und walten wie sie wollten und fegten den Konkurrenten mit 8:1 vom Eis.

„Ich habe den Jungs gesagt, wie sie spielen sollen und auf was sie achten sollen“, sagt Trainer Markus Hausner, der nun auch noch erkrankt zu Hause liegt. Doch irgendwie drangen seine Anweisungen nicht in die Köpfe der Mannschaft vor, sodass es bereits im ersten Drittel abzusehen war, wohin die Partie läuft.

„Unnötige Strafzeiten vermeiden“, so hieß eigentlich die Devise, aber genau diese Strafen führten zu den drei Treffern der Hausherren im ersten Drittel. Pascal Schäfer eröffnete in doppelter Überzahl, Leonardo Ewald legte gleich darauf nach und Marcel Grüner traf noch vor der Drittelsirene zum 3:0.

Nach dem vierten Treffer in der 22. Minute, diesmal nicht in Überzahl, durch Nils Melchior war für EVP-Goalie Maximilian Schmidt Schluss und Filip Rieger kam zwischen die Pfosten. Doch dann legten die Mad Dogs erst richtig los. In Unterzahl verwandelte Christian Masel einen Penalty und Dylan Hood traf nur zehn Sekunden später, immer noch in Unterzahl, zum 6:0. Acht Sekunden später gelang Ondrej Holomek wenigstens dann in Überzahl der erste Pegnitzer Treffer. Danach hatten sich einige Spieler auf dem Eis „etwas lieb“, ehe noch vor der zweiten Drittelpause Leon Hartl das 7:1 erzielte. „Eigentlich hätte es hier schon zweistellig stehen müssen“, sagt Hausner angesichts des desolaten Auftritts seiner Mannen.

Im letzten Drittel ging es mit angezogener Handbremse bei den Hausherren weiter, die nur noch den achten Treffer durch Dylan Hood erzielten. Schließlich war die einseitige Partie schon im ersten Drittel entschieden.

Wie es nun weitergeht, weiß der Pegnitzer Coach auch nicht. Bereits vor dem Amberger Spiel am Freitag hatte es Gespräche gegeben, die Hausner auch in dieser Woche fortführen will. „Die Verunsicherung nach den Niederlagen ist bei den Jungs schon sehr groß und keiner ist mit Selbstvertrauen gesegnet.“

Das Training muss aufgrund der Erkrankung von Coach Hausner in dieser Woche auch ein anderer leiten.

 

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