Paul Kaiser live dabei Film mit Luisenburg-Schauspieler läuft in Wunsiedel

„Bademeister Paul“ in Doppelrolle: Paul Kaiser spielt die Hauptfigur in dem Kurzfilm, der am Freitag im Freibad gezeigt wird und ist als Special Guest selbst dabei.

Dreimal Paul Kaiser: Auf der Luisenburg gibt er den Kardinal Richelieu in den „Drei Musketieren“ (links) sowie den Karl Konrad Koreander in der „Unendlichen Geschichte“ (rechts). Als „Bademeister Paul“ agiert er in einem Kurzfilm, den das Bürgerforum jetzt zeigt. Foto: Florian Miedl, pr

„Das doppelte Paulchen“ – so lässt sich ankündigen, was am Freitag im Wunsiedler Freibad ab 20 Uhr geboten ist. Live und auf der Leinwand zu sehen ist der beliebte Luisenburg-Schauspieler Paul Kaiser als „Bademeister Paul“ in einem preisgekrönten Kurzspielfilm aus dem Jahr 2007. Der Streifen läuft zum Auftakt des „Sommernachtsflimmern Extra“, organisiert vom Wunsiedler Bürgerforum.

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Ebenso wie seine Partnerin Nikola Norgauer gehört Kaiser seit Langem zum festen Ensemble der Luisenburg-Festspiele. In dieser Saison gibt er in den „Drei Musketieren“ den intriganten Kardinal Richelieu und schlüpft in der „Unendlichen Geschichte“ in sechs verschiedene Rollen, auch in die von Karl Konrad Koreander. Seine Wandlungsfähigkeit bewies Kaiser in den vergangenen Jahren bei den Festspielen im Fichtelgebirge oft – unter anderem als Pater Haspinger in „Andreas Hofer“, als Wagner in „Faust“, als Trinculo in „Sturm“, als Salieri in „Amadeus“ sowie im Eröffnungsstück der Saison 2024 als Oberon im „Sommernachtstraum”.

Herr Kaiser, gehen Sie gerne schwimmen?

Ja, sehr gerne – auf jeden Fall. Anders als die Figur Paul in dem Film. Da kommt ja am Ende ein große Lebenslüge raus. Aber das will ich jetzt nicht spoilern.

Wie ist die Idee zu dem Kurzfilm entstanden?

Rein zufällig. Der Regisseur, Jakob Lass, war mein Schauspiel-Kollege. Nachdem er die Filmschule in Potsdam-Babelsberg besucht hatte, wollte er etwas ausprobieren – nämlich eine Doku-Fiktion. Für meine Rolle gab mir Jakob Lass zwar Textvorgaben, aber vieles blieb improvisiert.

Worum geht es?

Der Film spielt in einem Badebetrieb in Berlin mit echten Badegästen. Das ist sehr dokumentarisch. Hier gibt sich Paul als Bademeister aus. Er fachsimpelt über das Flirten und die Wahrnehmung von Männer und Frauen. Gleichzeitig will er aber allen Badegästen ein sicheres Gefühl geben. Wir haben für den Dreh sogar zwei echte Bademeister gebrieft. Im Film berichten sie, dass sie diesen Paul akzeptieren, der als ihr Kollege auftritt, ohne einer zu sein. Das macht die ganze Geschichte interessant: Warum gibt sich jemand als Bademeister aus? Und dann kommt noch eine überraschende Wendung dazu.

„Paul, der Bademeister“ ist schon 18 Jahre alt. Gefällt Ihnen der Film heute noch?

Ja, ich mag ihn ganz gerne, weil er amüsant ist und von einer guten Arbeitsweise zeugt. Es geht darum, das wahrhaftige Spiel auf Improvisations-Basis zu fördern. Das ist ein wahrhaftiger Vorgang. Es liegt eine große Chance darin, das pur zu bringen. Der Film hat damals sogar Preise bekommen.

Bei Doris Dörrie in guter Gesellschaft

Beim „Sommernachtsflimmern Extra“
lädt das Bürgerforum Wunsiedel am Freitag, 8. August, um 20 Uhr im Wunsiedler Freibad zunächst zum Grillen ein. Bei Einbruch der Dunkelheit läuft dann der siebenminütige Streifen „Bademeister Paul“, bevor es thematisch passend weitergeht mit dem Film „Freibad“ unter der Regie von Doris Dörrie.