Rund 1500 Kilometer weiter südlich sitzt Paola Pentassuglia in einem riesigen grauen Bau in der Peripherie von Rom. Hier schlägt das Herz aller Mafiajäger. In Italiens Anti-Mafia-Behörde laufen alle Fäden zusammen, auch internationale Razzien werden hier koordiniert. Pentassuglia leitet die Abteilung für präventive Ermittlungen. Sie findet es "absurd", wenn im Ausland Pizzerien nach der Mafia benannt werden. "Man banalisiert damit ein kriminelles Phänomen, (...) das viele, viele Tote gebracht hat", sagt sie. "Es ist, als würde man damit die Wahrnehmungsschwelle senken."