Warum nicht einfach den Namen des Landkreises in „ Fichtelgebirge“ umbenennen? Mit diesem Vorschlag überraschte Landrat Peter Berek kurz nach seinem Amtsantritt im Mai 2020. Sofort entbrannte eine Diskussion über Sinn oder Unsinn einer Umbenennung. Auf Nachfrage der Frankenpost sagt Berek, dass dieses Thema derzeit nicht auf der Agenda stehe, zu viele andere wichtige Themen seien drängender. Dennoch trete er dafür ein, den Begriff Fichtelgebirge weiter zu forcieren. „Man spürt deutlich, dass sich die Region mit dem Fichtelgebirge identifiziert, es ist ein Name, der Emotionen weckt.“ Genau dies sei auch der Grund, warum eine Gebietsbezeichnung für den Landkreis richtig wäre. Berek verweist auf das Beispiel des Landkreises Hassberge. Auch hier rage das geografische Gebiet über den Landkreis hinaus. Im Falle des Fichtelgebirges hatte bei der ähnlichen Diskussion vor 50 Jahren der Landkreis Bayreuth Bedenken angemeldet, dass sich ein Teil des Fichtelgebirges auch auf seinem Gebiet befinde. „Im Landkreis Wunsiedel hat jede Kommune ihre eigene Identität. Und das wird auch so bleiben, niemand benötigt eine neuerliche Gebiets- oder Gemeindereform. Die verbindende Klammer ist allerdings das Fichtelgebirge“, sagt Berek.