In 14 Länder werden die Streifen des EOFT vorgestellt. Wer das scheinbar Unbezwingbare bewältigt, löst eine unglaubliche Faszination aus. Unfassbar, welchen Herausforderungen sich Menschen in ihrem Leben stellen.
BAYREUTH. Menschen, die an ihre Grenzen gehen, die ihre Liebe zur Natur dazu antreibt, sich den unmöglichsten Herausforderungen zu stellen. Jene Abenteurer und Extremsportler porträtiert die Europäische Outdoor-Film-Tour, die am Dienstag im ausverkauften Zentrum mit zehn Kurzfilmen zu Gast war.
In 14 Länder werden die Streifen des EOFT vorgestellt. Wer das scheinbar Unbezwingbare bewältigt, löst eine unglaubliche Faszination aus. Unfassbar, welchen Herausforderungen sich Menschen in ihrem Leben stellen.
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So überquerte Eliott Schonfeld aus Paris den Himalaya mit dem Pferd Robert. Der 24-Jährige reiste mit minimalem Gepäck. Er trotzte Eis und Schnee, versteckte sich vor Grenzsoldaten und lernte Nomadenvölker kennen. An dem Tag, an dem sein Pferd stürzte, war er 20 Stunden zu Fuß unterwegs, um Hilfe zu holen.
Für Eliott ist es die größte Wanderung seines Lebens. Oft fühlte er sich, „als wäre ich ganz alleine auf der Welt.“ Nach vier Monaten trägt er eine Ziegenfelljacke und einen Korb auf dem Rücken: Er hat sich den Lebensbedingungen im Himalaya angepasst.
Doch es waren noch mehr berührende Geschichten zu sehen, etwa die der Kletterin Nina Williams, die ungesichert die Route „To big to fail“ bewältigt. Oder die von Eispionierin Sarah Mc Nair-Landry, die als Abenteurerin des 21. Jahrhunderts ausgezeichnet wird.
Adam Rolston und Ron Rutland begaben sich auf eine Golf-Cross-Tour durch die Mongolei. Über 2000 Kilometer und 14.000 Golfschläge später sind sie am Ziel. Rollerskater Abul steckt in Ruanda Erwachsene und Kinder mit Begeisterung für den Sport an. Hilaree Nelson und Jim Morrison bezwingen den 8500 Meter hohen Lhotse, um sich mit Skiern den steilen Couloir hinunterzustürzen.
Mountainbiker, Snowboarder, Läufer: Sie alle loten die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit aus. Um sich dann, am Ende der Anstrengungen, wie neugeboren zu fühlen.
Info: Wegen hoher Nachfrage kommt das Festival am 16. Januar noch einmal nach Bayreuth.