Kein Wunder, dass Brigitte Hadlich voller Wehmut ist. „Ein Stück Geschichte geht zu Ende“, sagt die Vorsitzende des Trägervereins Werksiedlung Weidenberg. Das Besondere an dem kleinen Museum im sogenannten Bernt-Haus ist, dass dort ab den 1950er Jahren lange Glasperlen produziert wurden. Immer am ersten Sonntag des Monats, also auch am Ostersonntag, gibt es „heiße Führungen“, bei denen der Drückofen angeheizt wird, um das Herstellen von Perlen und Glasknöpfen zu zeigen. Die Besucher können die schweißtreibende Arbeit der Glasmacher hautnah erleben: Glasknöpfe werden gedrückt, geschert, geschliffen und dann feuerpoliert. Ein wahrlich heißer Job bei Temperaturen zwischen 800 und 1000 Grad Celsius. Und am Perlenwickelplatz kann jeder Besucher sein Geschick beweisen und eines der Schmuckstücke selbst herstellen und gestalten.