Ordnungsamt rudert zurück Tigers-Heimspiele weiter vor Geisterkulisse

Nun also doch: Die Bayreuth Tigers müssen weiter vor leeren Rängen jubeln. Laut Tigers GmbH hatte das Ordnungsamt zunächst eine Freigabe für die Rückkehr von Zuschauern erteilt, ruderte aber später wieder zurück. Foto: Fotograf Peter Kolb/Fotograf Peter Kolb

Erst Freude, dann Verwirrung – und am Ende eine herbe Enttäuschung. Durch ein Wechselbad der Gefühle sind die Bayreuth Tigers am Mittwoch gegangen. Mit dem Ergebnis, dass ihre DEL2-Heimspiele auch weiterhin vor einer Geisterkulisse stattfinden müssen.

Eishockey - Zwischenzeitlich hatte das ganz anders geklungen. Gegen Mittwochmittag hatten die Tigers laut Geschäftsführer Matthias Wendel vom Ordnungsamt eine Freigabe für eine Rückkehr von Zuschauern im Tigerkäfig erhalten und diese vermeintlich gute Nachricht im Anschluss sofort nach außen kommuniziert.

Schon am Sonntag gegen Dresden, so der Tigers-Geschäftsführer, hätte der Tigerkäfig zu 25 Prozent ausgelastet werden können. Somit hätte die Mannschaft von Trainer Petri Kujala auch für die Partie gegen Selb am 28. Dezember mit der Unterstützung von rund 1150 Zuschauern rechnen dürfen.

Matthias Wendel hatte von einem guten Signal gesprochen und sich umgehend an die Organisation der Teststationen gemacht, die im Umfeld des Stadions hätten aufgebaut werden sollen.

Mitten hinein in die Vorfreude platzte dann eine erneute Nachricht aus dem Ordnungsamt. „Der betreffende Mitarbeiter hat mich noch einmal angerufen. Er habe sich getäuscht, weil es sich bei uns um eine Profi-Sportveranstaltung handle“, sagte der Tigers-Geschäftsführer kopfschüttelnd und fragte: „Warum in der ebenfalls professionellen Oberliga bei Heimspielen des EV Weiden in einer geschlossenen Halle Zuschauer zugelassen sind und bei uns in einem offenen Stadion nicht – darauf habe ich keine Antwort bekommen.“

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