Online-Einkauf Frische Waren bis an die Haustür

Neuer Lieferservice in Bayreuth. Die Geschäftsführerin von Behrens Lieferservice Chante Vaughan kauft für Kundenbestellungen beim Nahkauf in der Preuschwitzer Straße ein und liefert es an die Haustüre. Das Foto zeigt Vaughan mit dem Marktmanager Zafer Tekgül. Foto: Ralf Münch

BAYREUTH. Bequem und zeitsparend: Der Online-Einkauf ist beliebt. Nur Obst, Gemüse, Brot und Fleisch sind nicht so leicht zu bekommen. Mit einem neuen Lebensmittellieferservice in Bayreuth hofft Stephan Behrens, diese Marktlücke zu schließen.

Stressige Einkäufe in letzter Minute nach Feierabend und Ärger bei der Parkplatzsuche könnten bald Probleme von gestern sein. Genauso das lästige Schleppen schwerer Taschen bis zur Haustür oder die Treppen hoch bis zur Wohnungstür. Denn Behrens Service wird die Einkäufe in Zukunft direkt zu den Bestellern nach Hause liefern. „Wir wollen damit zum Beispiel Senioren eine Möglichkeit bieten, sich ihre Einkäufe liefern zu lassen“, sagt Stephan Behrens, der die Dienstleistung zusammen mit Chante Vaughan und Michael Lindner anbietet.

Wer krank ist und nicht mobil, könne sich im Internetshop, am Telefon und über Fax die benötigten Produkte bestellen. Oder wer nach dem Urlaub heim komme und nur einen leeren Kühlschrank vorfinde. Auch größere Mengen für Geburtstage oder eine spontane Grillparty bringt Behrens vorbei.

Lieferungen vor allem im Stadtgebiet

Damit die Lebensmittel kühl lagern, hat er einen Transporter umgebaut. „Das ist wichtig, dass das Fahrzeug gekühlt ist und die Kühlkette nicht unterbrochen wird.“ Rewe, Real und Edeka24 bieten zwar ebenso Online-Shopping an. Je nach Lage bietet Rewe zum Beispiel einen Liefer-, Paket oder Abholservice. Bei Real etwa sind die Lebensmittel selbst abzuholen. Der Edeka-Versand beinhaltet keine kühlpflichtigen und schnell verderblichen Waren.

Und genau hier sehen Stephan Behrens und seine Partner ihre Chance. Neben dem Nahkauf in der Preuschwitzer Straße arbeitet der Lieferservice mit der Metzgerei Rauch und der Bäckerei Nitschke zusammen.

Marktmanager Zafer Tekgül ist erleichtert, dass ihm nun ein Teil der Arbeit abgenommen wird. „Wir haben Lebensmittellieferungen schon länger im Angebot, aber ich komme einfach nicht mehr hinterher“, sagt er im Gespräch mit dem Kurier. „Jetzt kann ich mich endlich wieder auf andere Dinge konzentrieren.“

Bislang hätten sechs bis acht Kunden pro Tag Bestellungen erhalten. Die Lieferungen erfolgten hauptsächlich im Stadtgebiet. Tekgül beliefert auch Großkunden wie das Bezirkskrankenhaus. „Nach und nach soll Herr Behrens alle übernehmen. Er macht das jetzt professionell.“ Nur an der Koordination der Liefertermine und dem Zeitplan müsse noch gefeilt werden.

Telefonisch berät Michael Lindner die Kunden und ist Montag bis Samstag von 10 bis 14 Uhr erreichbar (Telefon 09 21/ 16 87 51 31). Ausgeliefert wird die Bestellung immer erst am Folgetag ab 11 Uhr. Mit Frühstücksbrötchen am Samstagmorgen wird’s da wohl eher schwierig. „Wir wollen zuerst das Vertrauen der Kunden gewinnen und bekannt werden“, sagt Lindner. Das kleine Unternehmen soll nach und nach wachsen. So laufen derzeit alle Fälle bei Chante Vaughan zusammen. Sie organisiert die Fahrten und sitzt selbst hinter dem Steuer.

Was den Wert der Produkte angeht, gebe es keine Höchst- oder Mindestgrenze, sagt Behrens. „In unserem Internetshop haben wir ungefähr 1700 Produkte zu den gleichen Preisen wie im normalen Handel.“ Allerdings komme eine Liefergebühr von acht Euro hinzu. Neben frischen Produkten sind aber auch Körperpflegeprodukte, Tierfutter oder Haushaltsreiniger erhältlich. Wenn die Katzennahrung ausgeht oder der Kaffee wird man auf der Homepage fündig (www.behrens-bayreuth.de).

Alteingesessener Partner

Mit der Metzgerei Rauch hat Behrens einen alteingesessenen Partner in Bayreuth gefunden. Chefin Ulrike Rauch findet die Idee gut: „Hauptsächlich für ältere Menschen ist das sicherlich ein gutes Angebot.“ Auf der anderen Seite seien diese weniger im Internet unterwegs als die Jungen.

Dienste wie Lieferando, über die man Essen bestellen kann, sind beliebt. Geschäfte wie die Metzgerei Rauch, die nächstes Jahr 100 Jahre alt wird, findet man dagegen immer seltener. Wer einkauft, fährt in der Regel mit dem Auto zum Discounter. Obwohl sich „noch nicht viel bewegt“, wie Ulrike Rauch zugibt, ist sie offen, was den Lieferservice betrifft. „Die haben sich so viel Mühe gemacht. Ich denke, dass Ganze muss sich erst einführen bei den Bayreuthern.“

In der Tat wurden erst vor einem Monat die ersten Flyer verteilt und Plakate gedruckt. Doch jetzt soll der Lieferservice richtig anlaufen. „Wenn die Nachfrage da ist, übernehmen wir auch haushaltsnahe Dienstleistungen wie Reinigungs- und Gartenarbeiten und Fahrdienste.“ Der Testlauf beginnt.

 

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