Offiziell bestätigt Thomas Kleine neuer Trainer der SpVgg Bayreuth

Auf eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft bei der SpVgg Bayreuth: der neue Trainer Thomas Kleine (rechts) und der neue Geschäftsführer Jörg Schmalfuß Foto: Peter Kolb

Der neue Trainer der SpVgg Bayreuth heißt wie erwartet Thomas Kleine. Den 44-Jährigen präsentierte der künftige Fußball-Drittligist am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Hans-Walter-Wild-Stadion als Nachfolger des zu Erzgebirge Aue abgewanderten Aufstiegstrainers Timo Rost.

Und der frühere Abwehrspieler, der zum Kader der fast schon legendären Mannschaft von Bayer „Vizekusen“ Leverkusen gehörte, die 2002 Vizemeister wurde und zudem sowohl das Finale der Champions League als auch im DFB-Pokal verlor, formulierte gleich ehrgeizige Ziele. „Ich bin voller Tatendrang, und die Vorfreude ist riesig. Ich bin überzeugt, dass wir die Qualität haben werden, um die Liga zu halten“, sagte Kleine. Dabei will er neben dem Kern der Aufstiegsmannschaft – bereits 20 Spieler haben bekanntlich einen Vertrag für die neue Saison – auch weiter auf das unter Rost etablierte und so erfolgreiche schnelle Umschaltspiel setzen. „Man muss an dem ansetzen, was die Mannschaft stark gemacht hat.“ Es gebe aber auch Dinge, die man noch verbessern müsse und an denen man arbeiten könne. „Auch in der Defensive ist der Grundstein gelegt mit der besten Abwehr der Regionalliga. Aber die Mannschaft hat auch viele Tore geschossen. Ich will diesen Stil fortführen.“

Schmalfuß: „Goldene Entscheidung“

Der neue SpVgg-Geschäftsführer Jörg Schmalfuß sprach von der „goldenen Entscheidung“ unter „vielen Bewerbungen“. Kleine sei so etwas wie der Wunschkandidat gewesen. „Vom ersten Gespräch an haben wir gemerkt, dass es passt, menschlich eine coole Ebene da ist. Wir wollen gemeinsam den Profifußball in Bayreuth halten. Es wird die eine oder andere Stresssituation geben, die wir gemeinsam meistern.“

Den in unserer Zeitung getätigten Aussagen von Friedhelm Funkel über seinen ehemaligen Co-Trainer möchte Kleine nicht widersprechen. „Wenn der Friedhelm das so sagt, muss es stimmen. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet und hatten eine tolle und erfolgreiche Zeit“, sagt er über die gemeinsamen Jahre bei der Fortuna aus Düsseldorf, mit der dem gebürtigen Wermelskirchener 2018 der Aufstieg in die Bundesliga gelang. „Er hat mich sehr viel allein machen lassen, aber ich konnte auch viel von ihm lernen. Ich habe schon eine sehr deutliche Ansprache, und beim Training und Spiel kommen die Emotionen hoch, es muss aber nicht schreiend sein.“

Auch die Eigenschaften „diszipliniert“ und „ehrgeizig“ würden zu ihm und zum Verein passen. „Hier ist in den letzten Jahren tolle Arbeit geleistet worden, und der Verein hat eine sehr gute Entwicklung genommen.“ Zwar gebe es zwischen dem Rheinland und Franken einen Unterschied in der Mentalität, er freue sich aber auf die Fans und das Umfeld, sagte Kleine, der sich zum Schluss von Christian Höreth auch noch ein „Oldschdod“ entlocken ließ. Die sei schon zu seiner Fürther Zeit ein Traditionsverein gewesen, wenn auch mit „nicht so vielen Zuschauern. Die Entwicklung wurde aber auch von den Fans getragen, die danach lechzen, sich eine Liga höher zu messen. Ich bin froh, jetzt auf der richtigen Seite zu sein. Wir brauchen die Fans, die Stadt und das Umfeld.“

Mit vielen Altstädtern schon in Fürth

Aus seiner Fürther Zeit – wo er nicht nur lange Kapitän war und in der Saison 2011/12 ebenso Zweitliga-Meister wurde wie schon zuvor mit Borussia Mönchengladbach (2007/08), sondern eben auch Trainer der Regionalliga-Mannschaft – kennt Kleine auch noch einige aktuelle Altstädter Spieler: Johannes Golla, Stefan Maderer und Kapitän Benedikt Kirsch standen mit ihm und später unter ihm auf dem Feld, auch Tim Danhof und Daniel Steininger hatte er bereits unter seinen Fittichen. Auch Torwarttrainer Udo Gans gehörte einst zum Mitarbeiterstab in Fürth.

Potenzielle Neuzugänge müssten vor allem charakterlich in die Mannschaft passen. „Wir wollen den Zusammenhalt mit in die 3. Liga nehmen und eine unangenehme Mannschaft werden“, sagte Kleine. Und Schmalfuß versprach „alles in meiner Macht Stehende“ zu tun, um auch die letztjährigen Leistungsträger zu halten, die momentan noch keinen Vertrag haben. Der mit Kleine läuft ein Jahr, „wenn wir den Profifußball halten, wollen wir aber natürlich mit ihm weitermachen“.

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