Wenn der Holz-Kohle-Ofen den ganzen Tag läuft, erwärmt sich die Luft im Zimmer auf maximal zwölf Grad Celsius, berichtet der Arbeitslose. Der Ofen sei mit einer Heizleistung von vier kW zu klein dimensioniert. Kögel betreibt den Ofen mit Braunkohlebriketts, zehn Kilogramm kosten 2,99 Euro. Bei winterlichen Temperaturen verfeuert er nach eigenen Angaben pro Tag 20 Kilogramm. Notwendig wären laut Kögel mindestens 120 Euro im Monat. Die Unterkunft ist schlecht isoliert, die Fenster sind undicht. Deshalb hat der Bewohner die Fenster innen mit Pappe und einer Isomatte abgedichtet. Die Situation beschreibt er als „Katastrophe“. Wenn draußen Frost herrscht, „ist es innen richtig kalt.“ Er habe den kaputten Ofen bei der Stadt schon mehrmals moniert. Kögel sitzt mit Pullover, dicker Hose und Wanderschuhen im Zimmer. Die Situation mit Schimmelbefall schade seiner Gesundheit, klagt der herzkranke Diabetiker. Seit einem Jahr sucht er eine Wohnung in Kulmbach, will „aus dem Loch“ ausziehen. Doch als Hartz-IV-Empfänger bekomme er nichts.