Oberfrankens Beste gesucht Vier Kulmbacher bei „Jugend forscht“

Bio und Technik, Arbeitswelt und Physik: Ende Februar treffen sich in der Stammberger-Halle jugendliche Tüftler und Forscher aus ganz Oberfranken. Welche Fachgebiete heuer besonders beliebt waren – und wer überhaupt dabei ist.

Sie war eine der Vertreterinnen Kulmbachs im Vorjahr: Lene Müller vom MGF hatte die Auswirkungen von Kochmethoden auf den Arsengehalt in Reissorten erforscht. Foto: Frank Wunderatsch

2025 ist ein Jubiläumsjahr für Deutschlands bekanntesten Nachwuchswettbewerb. Seit 60 Jahren fordert Jugend forscht Schüler und Schülerinnen in ganz Deutschland dazu auf, sich mit kniffligen Projekten und spannenden Fragen zu beschäftigen. Dem Motto „Macht aus Fragen Antworten“ sind diesmal 128 junge Forschende aus Oberfranken gefolgt. Dabei sind viele spannende Projekte entstanden: Zum Beispiel wurde aus recyceltem Kunststoff ein Filament für den 3D-Drucker hergestellt, die Auswirkung von Mikroplastikbelastung auf die Pflanzenwelt wurde untersucht und einige Jugendliche haben sich auf die Suche nach einem natürlichen Antibiotikum aus Pflanzen gemacht.

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Am 27. Februar werden diese und viele weitere spannende Forschungsprojekte aus allen Fachbereichen in der Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach der Jury präsentiert. Besonders beliebt waren in diesem Jahr die Fachgebiete Biologie und Technik, gefolgt von der Arbeitswelt und der Physik.

Alle 128 jungen Forscher ihre 76 Projekte an einem Wettbewerbstag präsentieren. Gewertet werden die Teilnehmer in zwei Altersklassen. Die Jugendlichen zwischen 15 und 21 Jahren starten in der Sparte „Jugend forscht“. Für die Teilnehmenden bis 15 Jahre steht eine Neuerung an: ihre Wettbewerbsparte hat einen neuen Namen bekommen und heißt nun „Jugend forscht junior“.

Für die jüngeren Teilnehmer bietet diese Konstellation große Vorteile, da sie sich an den Ständen ihrer älteren Mitforschenden Ideen und Tipps für kommende Wettbewerbe holen können. Am Vormittag finden die Jurygespräche statt, bei denen die jungen Forscher die Jurymitglieder von ihren Arbeiten überzeugen müssen. Am Nachmittag sind Verwandte, Freunde und alle Interessierten von 15 bis 17.30 Uhr eingeladen, die Projekte zu begutachten und sich von den Kindern und Jugendlichen ihre Ideen erklären zu lassen. Die Preisverleihung um 17.30 Uhr bildet den Höhepunkt des Wettbewerbstages und wird von Christian Höreth von Radio Mainwelle moderiert.

76 Projekte von Schülern

Aus Kulmbach kommen in diesem Jahr drei Projekte mit vier Teilnehmern. Das Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium Kulmbach ist vertreten mit Julian Schmidt (Biologie) sowie Lea Kluge und Johannes Pittroff. Die beiden haben einen Rauchmelder entwickelt, der mithilfe eines Glycerin-Sensors Fehlalarme vermeiden soll, die durch E-Zigaretten und Vapes ausgelöst werden.

Vom Caspar-Vischer-Gymnasium ist Talisa Salik dabei. Bei ihr geht es um die Frage, wie sich Gerste in Zukunft besser anbauen lässt, um auf den Klimawandel mit weniger Stress zu reagieren.

Weitere Informationen zum oberfränkischen Regionalwettbewerb finden Sie unter: www.jugend-forscht-oberfranken.de