Die Briefe, Dokumente und Werbesendungen seien kistenweise in allen Räumen seiner Wohnung in Burgkunstadt (Landkreis Lichtenfels) gelagert worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Zu den Gründen habe sich der Mann bisher nicht geäußert, sagte ein Sprecher. „Wir haben bisher keine Hinweise darauf, dass er wirtschaftliche Vorteile daraus ziehen wollte.“

Bei der Durchsuchung am Dienstag entdeckten die Beamten auch bis zu fünf Jahre alte Postsendungen. „Da waren auch Briefe vom Finanzamt und der Arbeitsagentur dabei“, sagte der Polizeisprecher. Nach einer Katalogisierung werde der Zustellservice die Sendungen nun „unverzüglich“ an ihr Ziel bringen.

Für welches Unternehmen der Mann arbeitete, wollte der Polizeisprecher nicht sagen. Die Firma hatte schon Mitte Juni Anzeige gegen den Mitarbeiter erstattet, weil der Mann mehr als 1000 Postsendungen nicht zugestellt hatte. Er muss sich nun wegen Unterschlagung strafrechtlich verantworten.