Sommerreifen bei winterlicher Straße: Bußgeld und Punkt
Auch im südlichen Oberbayern rückte die Polizei zu zahlreichen Einsätzen aus, teils handelte es sich um Unfälle, teils um liegengebliebene Fahrzeuge. In Mittelfranken berichtete die Polizei über etwa zwei Dutzend Einsätze und wenige Leichtverletzte.
Bei Garmisch-Partenkirchen rutschte eine Münchnerin mit ihrem Wagen von der Fahrbahn, prallte gegen eine Leitplanke und einen Leitpfosten. Das Auto hatte trotz winterlicher Verhältnisse Sommerreifen. Wer so unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Die Frau durfte laut Polizei nicht weiterfahren - zu gefährlich, ihr Auto wurde abgeschleppt.
In Unterfranken bleiben Lkw auf Autobahnen liegen
In Unterfranken rutschte auf der Autobahn 70 bei Gochsheim (Kreis Schweinfurt) ein Lastwagen in die Mittelleitplanke, so dass die Polizei die Strecke in Richtung Schweinfurt sperrte. Etwa zwei Dutzend Lastwagen blieben auf der schneebedeckten Autobahn 7 bei Oberthulba im Landkreis Bad Kissingen liegen. Mit Hilfe des Technischen Hilfswerks wurden die Lastkraftwagen angezogen, bis sie weiterfahren konnten.
Auch auf einer Steigung der Autobahn 71 bei Mellrichstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) blieben am frühen Morgen mehrere Lkw zeitweise stecken, bis die Fahrbahn geräumt war. In Schwaben lief der Verkehr laut Polizei normal.
Kaltfront im Anmarsch
Nach dem Abzug des Sturmtiefs sagt der Deutsche Wetterdienst für Bayern die nächste Kaltfront mit Schneefall bis in die Täler voraus. In tiefer gelegenen Regionen erwarten die Meteorologen gebietsweise einen bis fünf Zentimeter Schnee. Vor allem im Allgäu und in höheren Lagen können aber bis zu 15 Zentimeter fallen. Im Südosten kann es wieder gefrierenden Regen geben. Die Straßen könnten wieder glatt werden. Zudem wird es stürmisch.