Das Kernteam des Instituts zog bereits im Jahr 2017 ins Schloss. Damals residierte Direktor Martin Ott jedoch noch im Schlosshotel. Doch das Warten auf die Räume im Nordflügel lohnte sich. 2019 zogen der Lehrstuhlinhaber für Fränkische Landesgeschichte und seine Mitarbeiter in den Nordflügel um. „Ich freue mich, dass ich an so einer besonderen Arbeitsstätte arbeiten darf“, sagte Ott. Der besondere Geist von Thurnau sei jeden Tag zu spüren. Wer sich mit Fränkischer Geschichte befasse, sei hier bestens aufgehoben. Das Institut für Fränkische Landesgeschichte sei im Grunde „ein Kind“ der Oberfrankenstiftung, legte Ott den geladenen Gästen dar. Denn diese habe in den ersten fünf Jahren die Anschubfinanzierung übernommen. „Deshalb stehen wir in der Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung des Instituts“, sagte Ott. Er dankte zudem dem Freistaat für die Unterstützung und den beiden Universitäten, die es wagten, „sich auf Neuland zu begeben“. Inzwischen gehöre der Lehrstuhl für Europäische Geschichtskulturen von Astrid Swenson ebenso zum Institut. Die Forschungsbibliothek umfasse mittlerweile über 5000 Bände.