Nico Rosberg feurig und schnell

Weltmeister Lewis Hamilton ließ es fünf Tage nach seinem Titelgewinn zunächst ruhig angehen, bei  Nico Rosberg schlug kurzzeitig sogar Feuer aus den Rädern. Weder einer der beiden Silberpfeile noch der WM-Zweite Sebastian Vettel im Ferrari trugen sich als erster Trainingsschnellster bei der Rückkehr der Formel 1 nach Mexiko-Stadt ein. 

Das war dem gerade mal 18 Jahre alten Niederländer Max Verstappen vorbehalten. Der Toro-Rosso-Pilot benötigte bei seiner schnellsten Runde auf dem 4,304 Kilometer langen Kurs 1:25,990 Minuten. Zweiter wurde der Russe Daniil Kwjat im Red Bull vor Kimi Räikkönen und dessen deutschem Teamkollegen Vettel. Rosberg folgte auf Platz sechs, Hamilton auf Rang elf. Nico Hülkenberg wurde im Force India 16.

Nach der Werbung weiterlesen

Verstappen fliegt ab

In der zweiten und deutlich schnelleren Einheit am Nachmittag war es aber Rosberg, der in 1:21,531 Minuten für die Topzeit des Tages sorgte. Wieder schaffte es Kwjat auf den zweiten Platz, gefolgt von seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo. Hamilton und Vettel belegten die Plätze vier und fünf. Verstappen konnte nach einem Abflug gleich zu Beginn praktisch nur zuschauen.

Gleich am Morgen herrschte Betrieb auf dem kurzen Kurs. Denn es galt, wichtige Informationen und Daten zu sammeln, da das Autódromo Hermanos Rodríguez in über 2200 Metern Höhe liegt, die Luft entsprechend dünn ist und die Formel 1 derartige Verhältnisse seit dem letzten Rennen 1992 in Mexiko nicht mehr gewohnt ist.

Ständig wechselnde Spitze

Alle Piloten absolvierten zunächst aber nur einige sogenannte Installationsrunden, ehe Räikkönen auf teilweise noch feuchter Strecke als erster Fahrer eine gezeitete Runde fuhr. Seine 1:37,196 Minuten waren aber schnell Makulatur. Immer wieder wechselte die Spitze. Mit jeder Runde auf dem Kurs, der nach 23 Jahren seine Rückkehr in den Formel-1-Kalender feiert, bekamen ihn die Fahrer besser in den Griff.

Brennende Bremsen

Dann schlugen auf einmal Flammen aus den Hinterrädern von Rosbergs Silberpfeil. Er war etwas von der Ideallinie abgekommen und voll auf die Bremsen gestiegen, um einen Einschlag in die Streckenmauer zu verhindern. In der Box ließ man die Bremsen abkühlen, ehe auch der aktuelle WM-Dritte wieder auf die Strecke fuhr.

Im Klassement hat der 30 Jahre alte gebürtige Wiesbadener vier Punkte Rückstand auf den zweitplatzierten Vettel, mit dem er um die Vizeweltmeisterschaft streitet.

dpa