Nicht mehr nötig: Landkreis Wunsiedel schließt dezentrale Teststellen

Auch wenn einige Teststellen im Landkreis Wunsiedel ihren Betrieb einstellen, gibt es auch künftig noch viele Möglichkeiten für Tests. Foto: Florian Miedl

Nur noch bis Samstag können sich die Bürger an improvisierten Stationen abstreichen lassen. Weiter möglich sind die Tests bei Apotheken, Ärzten und den großen Testzentren.

Wunsiedel - Das sind gute Nachrichten, die Mut machen: Weil es immer weniger Corona-Infektionen gibt, sinkt auch der Bedarf an Antigen- Schnelltests. Einkäufe und Biergartenbesuche sind inzwischen überall in der Region unkompliziert und ohne Testnachweise möglich. Deswegen hat sich der Landkreis entschlossen, die Testkapazitäten zurückzufahren.

Noch bis Samstag, 12. Juni, wird der Betreiber 21Dx den kostenlosen Service an seinen dezentralen Teststellen aufrecht erhalten. Das sind zum Beispiel am heutigen Freitag das Marktredwitzer Kino, das BRK-Heim in Kirchenlamitz oder das Haus des Gastes in Bad Alexandersbad.

„Wir bieten aber nach wie vor viele Möglichkeiten an, sich testen zu lassen“, erklärt Tobias Köhler, Mitarbeiter des Landratsamtes. Denn für den Besuch in Krankenhäusern oder bestimmte Urlaubsreisen sind Testnachweise immer noch nötig. Seit Montag nicht mehr vorgeschrieben ist ein negativer Antigentest für den Besuch seiner Angehörigen in den Altenheimen. „Das regelt die 13. Bayerische Impfschutzmaßnahmen Verordnung“, informiert Köhler.

Für die Entscheidung, das regionale Testangebot zu reduzieren, sprach aber nicht nur die geringere Notwendigkeit, sondern damit natürlich auch die stark zurückgegangene Nachfrage. „Rund 20 Prozent weniger Tests wurden in der letzten Zeit wieder an den drei Abstrichzentren in Schirnding, Selb und Marktleuthen registriert. So wurden in Schirnding vergangene Woche durchschnittlich 182 Proben, PCR- und Antigen-Tests, entnommen. Im März verzeichneten die Verantwortlichen 850 Tests täglich und und im Mai rund 450.

Köhler betont, dass bei der Entscheidung natürlich auch eine sinnvoller Umgang mit den Kosten eine Rolle gespielt hat. Da die drei großen Testzentren teilweise über Tagespauschalen finanziert werden, sei eine Auslastung der dortigen Kapazität natürlich sinnvoll.

Die Antigenschnelltests an den Teststellen werden aktuell mit 18 Euro pro Test vergütet. Diese Summe ergibt sich aus sechs Euro Materialkosten und zwölf 12 Euro Abstrichpauschale. Verrechnet werden diese Kosten über die Kassenärztliche Vereinigung, die die Rechnung in der Regel an ein zuständiges Bundesamt weiterleitet. Diese Vergütung soll im Juli reduziert werden.

Ab Montag, 14. Juni, haben die Testzentren in Selb und Schirnding von Montag bis Sonntag von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr offen. Die Teststelle Marktleuthen bietet den Service von Montag bis Freitag von 12 bis 16 Uhr an. In den drei Orten sind auch PCR-Tests möglich.

Außerdem bleiben auch folgende lokale Schnelltest-Angebote weiterhin bestehen: Stadt Apotheke in Marktleuthen, Kronen Apotheke in Röslau, Adler-Apotheke, Marien-Apotheke und Sonnen-Apotheke in Marktredwitz, Stadt Apotheke in Weißenstadt, Brunnen Apotheke in Wunsiedel. Abstriche sind außerdem bei 28 niedergelassenen Ärzten im Landkreis möglich. Auch die DLRG- Teststellen bleiben weiter in Betrieb. Weitere Anbieter sind die Drogeriemärkte (dm) in Marktredwitz und Wunsiedel. Die einzelnen Standorte und Öffnungszeiten sind auf der Homepage des Landkreises unter folgendem Link zu finden:

 

Bilder