Neunter Auswärtssieg In der Fremde weiterhin beeindruckend

Mann der ersten Halbzeit: Der Altstädter Stefan Maderer (links) war ein ständiger Unruheherd. In dieser Szene allerdings findet er seinen Meister in Felix Schäfer. Der Augsburger Rückhalt musste insgesamt sechs Mal hinter sich greifen. Foto: Peter Mularczyk

So langsam bekommt die Auswärtsserie der SpVgg Bayreuth in der Regionalliga Bayern rekordverdächtige Züge. Die Altstädter nahmen am Dienstagabend auch die keineswegs niedrige Hürde beim FC Augsburg II scheinbar spielerisch mit 6:2 (3:0) und hielten mit diesem neunten Erfolg in der Fremde Schritt mit Spitzenreiter FC Bayern München II.

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Der gewann das Topspiel beim FC Schweinfurt 05 überraschend deutlich mit 6:3 (2:1) und liegt damit aufgrund der besseren Tordifferenz weiter vor den Gelb-Schwarzen.

In der Partie, die rassig war und von beiden Seiten auf hohem technischen Niveau geführt wurde, übernahmen die Bayreuther schnell das Kommando. Das Tempo von Beginn an zu diktieren, sei auch das erklärte Ziel gewesen, gab nach dem Spiel Offensivakteur Ivan Knezevic den Matchplan preis. „Unser Pressing war heute brutal, wir haben kaum was zugelassen, waren eng am Mann dran.“

Danhof setzt Schlusspunkt hinter starke erste Bayreuther Hälfte

Abgesehen von einer Großchance des österreichischen Nationalspielers Michael Gregoritsch ging das Altstädter Vorhaben bestens auf, wobei Stefan Maderer der Mann der ersten Halbzeit war. Er setzte sofort Akzente. Erst fand der 25-Jährige in FCA-Torhüter Felix Schäfer (3.) seinen Meister, dann scheiterte er nach einem mustergültigen Konter am Pfosten, ehe er im Nachsetzen doch noch traf. Als Keeper Schäfer ihn wenig später im Luftkampf zu Fall gebracht hatte, verwandelte der nach langer Verletzungspause erstmals wieder Mitwirkende Edwin Schwarz den fälligen Elfmeter – 2:0. Den Schlusspunkt hinter eine starke erste Halbzeit setzte Tim Danhof. Mit einem direkten Freistoß aus 20 Metern sorgte er für den dritten Streich aus Sicht der Bayreuther.

Nach der Pause drehte dann aber Augsburg auf. Sarenren Bazee traf nur einer Minute nach Wiederanpfiff zum 1:3. Und nun drückte die Bundesliga-Reserve auf den Anschluss, doch die Bayreuther Abwehr hielt dem Druck stand. Und sie hatte die passende Antwort: Es war der eingewechselte Daniel Steininger, der nach einem Fehler von Torwart Schäfer im Aufbauspiel aus 18 Metern eiskalt blieb – 4:1.

Nach 1:4: Augsburger Widerstand erlahmt

Der Bann war damit gebrochen, der Augsburger Widerstand erlahmte zusehends. Nur vier Minuten später die Entscheidung: Nach einem Eckball von Knezevic köpfte Steffen Eder ein. Die Altstädter Kirsche auf die Sahnetorte setzte Joker Lukas Chrubasik, der als sechster Torschütze des Abends nach neuerlicher Knezevic-Vorlage traf. Nur noch statistischen Wert hatte Müllers Treffer zum 2:6.

Der kleine Schönheitsfehler änderte auch nichts mehr an der guten Laune des Altstädter Trainers. „Wir haben heute eine bärenstarke Vorstellung auf die Wiese gebracht“, sagte Timo Rost und verriet, dass seine Mannschaft keine zusätzliche Motivation gebraucht habe, als feststand, dass die Augsburger mit einigen Spielern aus dem Profi-Kader auflaufen würden.

 

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