In den ersten neuen Monaten seien Aufträge in Höhe von 1,62 Milliarden Euro generiert worden, was einem Rückgang von 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. Grund seien neben Corona negative Währungseffekte in Höhe von 50 Millionen Euro. Der Umsatz sei im gleichen Zeitraum um 157 Millionen Euro oder 8,9 Prozent auf 1,61 Milliarden Euro zurückgegangen, wobei das dritte Quartal das stärkste gewesen sei.

KSB vermeldet traditionell nur zum Halb- und Gesamtjahr konkrete Ergebniszahlen. Im August hatte es geheißen, das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (Ebit) sei von 45 Millionen auf 15 Millionen Euro gesunken. Unter dem Strich habe unter anderem eine Wertberichtigung aber zu einem Halbjahresverlust von 28 Millionen Euro geführt. Jetzt heißt es, das Ebit sei in den ersten neun Monaten zwar gesunken, dank eingeleiteter Einsparmaßnahmen und des guten Quartalsumsatzes gebe es aber nach dem Einbruch im ersten Halbjahr eine deutliche Ergebnissteigerung im Vergleich zu den ersten sechs Monaten. Die Nettofinanzposition habe gegenüber dem Vorjahr um 68 auf 275 Millionen Euro (Halbjahr: 219 Millionen Euro) gesteigert werden können. 

Rückgang in allen Segmenten

In allen drei Segmenten – Pumpen, Armaturen und Service – waren in den ersten neun Monaten sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz rückläufig. Im Segment Pumpen gingen der Auftragseingang um 13,1 Prozent und der Umsatz um 8,5 Prozent zurück, bei den Armaturen waren es beim Auftragseingang 16,1 Prozent und beim Umsatz 9,1 Prozent Minus. Im Segment Service betrug der Rückgang bereinigt um den Verkauf von vier französischen Service-Gesellschaften beim Auftragseingang 10,7 und beim Umsatz 4,9 Prozent. Auch alle Regionen verzeichneten sowohl im Auftragseingang als auch beim Umsatz Rückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Dennoch wird Stephan Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung, zitiert: „Insgesamt betrachtet ist es uns bislang gut gelungen, das Unternehmen durch die Corona-Pandemie zu steuern. Dank unseres globalen Produktionsverbundes waren wir stets lieferfähig. So konnten wir den temporären Ausfall einzelner Standorte kompensieren und den Rückgang abfedern. Wir werden auch in den vor uns liegenden schwierigen Monaten das Unternehmen auf Sicht, mit Augenmaß und vor allem mit hoher Wachsamkeit und Konsequenz führen, um die Auswirkungen der Pandemie so gering wie möglich zu halten.“

Es bleibt herausfordernd

Auch im vierten Quartal erwartet KSB ein positives Ergebnis. Die aktuelle Geschäftsentwicklung sei aber weiterhin durch den Verlauf der Pandemie geprägt und bleibe deshalb herausfordernd. sts/red