Der Grund für die Bescheidenheit liegt auf der Hand: Die Ironman-Weltmeisterin wird sich auf einer Kurzdistanz mit Spezialisten messen müssen. In einer Mischung aus realen und virtuellen Bestandteilen des Wettkampfes absolvieren die Athleten drei Runden, in denen sich jeweils die Reihenfolge der Einzeldisziplinen ändert. Geschwommen wird in einem 50-m-Pool, das Radfahren und Laufen soll virtuell auf Smarttrainern und Laufbändern erfolgen. Die genauen Distanzen wurden noch nicht festgelegt.

„Da ich erst ziemlich kurzfristig davon erfahren habe, kann ich mein Training nicht von heute auf morgen umstellen“, erklärt Anne Haug. „Ich bin nun Spezialist auf der Langdistanz, deswegen denke ich, dass ich da keine Chance haben werde. Ich bin mir auch bewusst, dass ich nicht mehr 25 Jahre alt bin und dass ich dieses ganz spezifische High-Speed-Training nicht mehr in den Beinen habe.“

Ihre Vorfreude wird dadurch aber nicht getrübt: „Trotzdem bin ich total motiviert und habe Lust darauf, den Motor einmal komplett durchzupusten und zu schauen, wo ich stehe.“ Es sei auch kein Geheimnis, dass ihr Herz noch immer an der Kurzdistanz hängt: „Ich liebe diesen Wettkampf Mann gegen Mann.“

Folglich habe sie sich „riesig gefreut“ über die Einladung der Organisatoren: „Dieses innovative Format ist perfekt, um die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Es könnte der Anfang von etwas Neuem sein, in einer Zeit, in der es immer noch sehr ungewiss ist, wie es weitergeht.“