Das Werk soll komplett klimaneutral arbeiten. „Die Deutsche Bahn ist unser Top-Akteur für Klimaschutz und zukunftsfeste Jobs“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Nürnberg. Die Bundesregierung investiere in den Ausbau der Schiene so viel wie nie zuvor. Von 2022 an werde die Bundesregierung erstmals mehr Geld für die Instandsetzung der Schienen ausgeben als für die der Straßen.

Die Deutsche Bahn werde für den Ausbau ihrer Fernverkehrsflotte bis 2026 rund 8,5 Milliarden Euro investieren, kündigte der für Fernverkehr zuständige Bahn-Vorstand Berthold Huber. Unter anderem sollen 167 neue ICE-Züge angeschafft werden.

Favorisiert werde ein Standort nahe der ICE-Gleise im Nürnberger Stadtteil Fischbach. Dort müssten bis zu 40 Hektar Wald gerodet werden. Die bayerische Staatsregierung will als Ausgleich der Bahn 300 Hektar Wirtschaftswald zur Verfügung stellen, die dann zu Naturwald umgewidmet werden könnten, wie Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) sagte.

Nürnberg gilt als traditionsreicher Eisenbahn-Standort. 1835 begab sich von hier aus der legendäre „Adler“ auf die erste offizielle Eisenbahnfahrt Deutschlands in die Nachbarstadt Fürth. Schon derzeit arbeiten in Nürnberg rund 5000 Eisenbahner in DB-Werken, unter anderem an der Instandhaltung von Zügen. Nürnberg sei auch ein wichtiger Fernverkehrs-Knotenpunkt im Süden Deutschlands mit Schnellfahr-Strecken etwa nach Berlin, München, Frankfurt und Wien.