Pegnitz -

Seit 30 Jahren hatte ihr Vater Fehmi am ehemaligen Pep-Gelände einen Döner-Stand – eine Legende schon unter den Kunden aus Pegnitz und der Region. Jahrelang lebte die Familie Akdemir mit der Unsicherheit, wie es auf dem Gelände nach Schließung von Pep und dem K & P-Einkaufszentrum weitergeht, ob er dort bleiben kann. Dann ergab sich vor einem Jahr die Möglichkeit, dass der Raum gegenüber dem alten Rathaus frei wurde. Hier waren zuvor thailändische, griechische und italienische Gastronomie drin. Das Haus gehört dem Versicherungsunternehmer Roland Rupp. „Vor rund drei Monaten haben wir den Stand am Pep-Gelände geschlossen“, sagt Michael Akdemir. Über das Jahr haben sie die neuen Räume kernsaniert, die Elektroinstallation erneuert, gefliest, neu eingerichtet. Es war viel zu machen.

„Wir drei Brüder führen die beiden Geschäfte zusammen mit unseren Eltern und einem Onkel“, so Michael Akdemir weiter, „wir sind viele Familienmitglieder, da hat jeder zu tun.“ Außerdem haben sie noch zwei 450-Euro-Kräfte. Bei dem neuen Lokal in der Innenstadt wollen sie sich schwerpunktmäßig auf das Mittagsgeschäft konzentrieren, momentan nur zum Abholen. Geöffnet wird von Montag bis Samstag ab 10 Uhr. Wie lange abends offen ist, weiß Akdemir noch nicht genau. Das Angebot geht von Reis und gegrilltem Gemüse bis natürlich zu den bekannten Dönern und Burgern. Das Fleisch kommt von regionalen Anbietern. Wenn die gegenwärtigen Hygieneregeln es wieder erlauben, kann man in dem Lokal auch sitzen beziehungsweise im Sommer soll außen bestuhlt werden.

„Wir haben viel in das neue Lokal investiert“, sagt Michael Akdemir. Ihm und seinen Brüdern ist es schon bewusst, dass es schwierig ist, im Lockdown zu öffnen. Viel los ist in der Pegnitzer Innenstadt momentan nicht. „Aber irgendwann mussten wir ja aufmachen“, sagt er. Und ein zweites Standbein in einer anderen Stadt hätte sich überhaupt nicht rentiert.

Der Antalya-Grill am Admira-Center läuft weiter. Seit 13 Jahren sind sie da nun schon drin. Hier geht das Geschäft gut, kommen doch viele Kunden der umliegenden Geschäfte vorbei. Angst vor der gastronomischen Konkurrenz in der Innenstadt habe er nicht, sagt Michael Akdemir. „Es bietet ja jeder was Anderes an.“ Und darum hofft er nun, dass die Pegnitzer auch in das Geschäft in der Innenstadt kommen.