Neuer Höchstwert: Neuer Höchstwert:Inzidenzwert reißt 400er-Marke

Redaktion
Weil die Infektionen mit der Omikron-Variante steigen, organisiert das Landratsamt Sonderimpfaktionen in Kasendorf und Thurnau. Foto: Archiv

Omikron trifft die Region derzeit mit voller Wucht. Noch gebe es keinen Grund zur Besorgnis, betont Landrat Söllner. Man müsse sich aber dennoch auf alle Eventualitäten vorbereiten. Für die Verantwortlichen gibt es nur einen Ausweg aus der momentanen Lage.

Kulmbach - Die Inzidenz im Landkreis Kulmbach hat erstmals den Wert von 400 überschritten. Am Freitag meldet das Landratsamt 36 neue Corona-Fälle, die 7-Tage-Inzidenz steigt somit auf 403,2. „Omikron hat Oberfranken mit voller Wucht getroffen. Nachdem wir in unserer Region bis vor Kurzem noch sehr niedrige Inzidenzwerte hatten, steigen die Zahlen seit einigen Tagen rapide an“, kommentiert Landrat Klaus Peter Söllner den neuen Höchststand an erfassten Corona-Infektionen im Landkreis.

Glücklicherweise sei aber sowohl eine spürbare Entlastung bei der Belegung der Intensivbetten, als auch eine Stagnation bei den Todeszahlen in Kulmbach feststellbar, so Söllner weiter. Auf der Intensivstation des Klinikums Kulmbach müsse aktuell nur ein Coronapatient behandelt werden. „Auch, wenn wir die Situation derzeit als noch nicht besorgniserregend einstufen, müssen wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sein“, betont der Landrat. Das sieht auch die Geschäftsführerin des Kulmbacher Klinikums Brigitte Angermann so. „Zwar werden in der Regel in Verbindung mit Omikron leichtere Verläufe beobachtet, doch allein über eine extrem hohe Infektionsquote könnte die Patientenzahl wieder steigen“, mahnt Angermann.

Sollte es tatsächlich wieder zu einem Anstieg der Patientenzahlen kommen, würden Maßnahmen greifen, die bereits festgelegt und auch schon erprobt seien.

Es sei deshalb für jeden Einzelnen, aber auch für die Solidargemeinschaft wichtig, einen weiteren explosionsartigen Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern, betont der Leiter des Krisenstabs Oliver Hempfling.

„Der einzige Weg aus der Pandemie führt über die Impfung“, appelliert Hempfling. Hempfling verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf die an diesem Wochenende wieder stattfindenden Sonderimpfaktionen in Kasendorf und Thurnau. red

 

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