Bayreuth - Erneuter Höchststand an Corona-Patienten am Klinikum Bayreuth: Insgesamt waren am Dienstag 90 Normal- und fünf auf der Intensivstation, also wiederum zwei mehr als am Vortag. Dies bestätigte Frank Schmälzle, der Sprecher des Klinikums.

In der ersten Welle im vergangenen Frühjahr war der höchste Wert bei 48. Die Ursachen für den Anstieg liegen laut Schmälze auch darin, dass das Bayreuther Krankenhaus am Wochenende auch Fälle aus den besonders schlimm betroffenen Seniorenheimen in Kulmbach aufgenommen hat.

Dazu kommt erschwerend, dass auch beim Personal wieder Fälle aufgetreten sind, was Quarantäne zur Folge hatte. Die Lage sei noch im „grünen Bereich, wir waren aber auch schon grüner“, sagt Schmälzle bereits am Montag. Das Klinikum hat zurzeit sieben Corona-Stationen eingerichtet.

Die ersten 100 Impfdosen seien vergangene Woche an Personal verabreicht worden. Im Laufe dieser Woche rechnet das Klinikum mit 400 weiteren Dosen des Herstellers Moderna. Diese seien, so Schmälzle, „zugesagt worden“.

Im Gegensatz zum Divi-Intensivregister, unter dem im Internet unter www.intensivregister.de die Zahl der Betten auf Intensivstationen sowie ihre Belegung deutschlandweit abzurufen sind, unterscheiden sich die vom Klinikum Bayreuth veröffentlichten Zahlen. Gezählt werden nicht nur diejenigen Corona-Patienten auf den Intensiv-Stationen, sondern auch solche, die auf den normalen Stationen liegen, also die leichteren Fälle.

Das Register zählt nach eigenen Angaben auf der Internet-Seite außerdem nur die erwachsenen Patienten, das Klinikum Bayreuth alle. Außerdem hat das Klinikum zurzeit nach eigenen Angaben 81 Intensiv-Betten, nicht wie im Register nur 53. Das liegt nach Auskunft des Klinikumsprechers Schmälzle an der Unterteilung des Registers in „betreibbare“ Intensiv-Betten und andere.

Diese Unterteilung sei „gestaltbar.“ Schmälzle betont: „Wir haben 81 Intensiv-Betten“ und wenn wir Kapazitäten brauchen, „können diese auch betreiben.“