Eigentlich hätten die mehr als 500 Genossen der Kulmbacher Kommunbräu an diesem Wochenende das 30-jährige Bestehen ihres Unternehmens gegründet, das aus einer Bierlaune heraus entstanden ist und eine Erfolgsgeschichte mit zahlreichen Auszeichnungen geschrieben hat. In den vergangenen Monaten ist Sand ins Getriebe gekommen. Die Kommunbräu hat der Pächterin ihrer Wirtschaft in der Limmersmühle im Grünwehr Ende April fristlos gekündigt. Doch Foteini Batzaka ist dieser Kündigung nicht gefolgt, im Gegenteil. Die Wirtin setzt sich mit allen Mitteln zur Wehr. Der „Kulmbacher Bierkrieg“ hat schon viele Kapitel geschrieben. Jetzt ist mit einem erneuten Brief der Genossenschaft an ihre Mitglieder ein weiteres hinzugekommen. Eins, das an Deutlichkeit kaum mehr zu überbieten ist. Die Jubiläumsfeier ist längst abgesagt. Unbeschwert die Gläser klingen zu lassen, sei aktuell nicht möglich, schreiben die Vorstände Kai-Michael Meins und Alexander Matthes in dem am Freitagnachmittag versendeten Brief. Für Foteini Batzaka finden sie harte Worte: „Die augenblickliche Situation kommt einer Hausbesetzung gleich.“