Die Post organisierte damals ihre Zustellbezirke in Bayreuth neu. Wie der „Nordbayerische Kurier“ in der Ausgabe vom 15. Februar 1968 berichtete, würden die Änderungen am 19. Februar in Kraft treten. Für die Bayreuther bedeutete das in erster Linie, dass sie ihre Postsendungen künftig nicht mehr zur gewohnten Uhrzeit bekommen würden. Der Leiter des Postamtes, Ottmar Pietschmann, bat dafür um Verständnis.

Post passt Zustellung dem Wachstum der Stadt an

Hauptgrund für die Umorganisierung der Zustellbereiche waren die ständigen Veränderungen im Stadtgebiet. Immer wieder vergrößerten sich Randgebiete oder frühere Außenbezirke wurden der Stadt angegliedert. Auch im Stadtgebiet selbst wurden immer mehr Hochhäuser gebaut. Die Post musste ihre Arbeitsweise diesen Veränderungen anpassen. Gerade im Falle der zahlreichen neuen Hochhäuser war es den Zustellern nicht mehr möglich, die vielen dort entstandenen Parteien einfach mit zu bedienen.

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Das neue Verfahren unterteilte die Zuständigkeitsbereiche nicht mehr nach Bezirken, sondern nach Straßennamen. Andere Veränderungen waren für die Bürger nicht so deutlich spürbar. Beispielsweise wurden die Sendungen inzwischen hauptsächlich per Nachtflug nach Bayreuth gebracht.

Schülern das Theater näherbringen

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier darüber, dass das Hofer Städtebundtheater in Zukunft enger mit den Bayreuther Schulen zusammen arbeiten wollte. Im Zuge dieses Plans traf sich der Chefdramaturg des Hofer Theaters mit einigen Bayreuther Schuldirektoren und Schülermitverwaltungen.

Vorgesehen waren unter anderem Theatergespräche im Deutschunterricht, Werkraum-Aufführungen und Probebesuche am Theater in Hof. Auch Preisausschreiben und Malwettbewerbe für Bühnenbilder waren im Gespräch. Ziel war es, den Schülern Theater im Allgemeinen näher zu bringen. Dabei hatte das Hofer Theater bereits einige Erfolge vorzuweisen. Erfolgreiche Kooperationen bestanden damals nämlich schon mit Pegnitz, Kemnath, Kulmbach, Weiden, Rehau, Münchberg, Selb und Hof.

Hertie stellt Preise für Sportlerball aus

Des Weiteren berichtete der Kurier damals von den Vorbereitungen für den jährlich stattfindenden Sportlerball der Stadt in der Stadthalle. Wie in jedem Jahr winkte auch 1968 wieder eine große Tombola. Im Kaufhaus Hertie war eigens dafür ein Schaufenster eingerichtet worden, in dem die Preise bereits vorab ausgestellt waren.

Sportamtsleiter Manfred Kreitmeier versprach ein hochkarätiges Programm. So wurde eine siebenköpfige Band aus Sportlern, die Down Town Street Paraders aus Nürnberg, gebucht. Sie bestand aus zwei Wasserballern und fünf Fußballern. Im Balkonsaal der Stadthalle würden eine amerikanische Band aus Bindlach und eine Tanzkapelle der Bundeswehr aufspielen.