Neue Räume bei Schlaeger Das Fablab kommt wieder auf Touren

Noch gibt es einiges zu tun für Yomettin Soybaba und seine Helfer vom Fablab-Team. Foto: Stefan Schreibelmayer

BAYREUTH. Noch müssen elektrische Leitungen und ein Boden verlegt werden, noch sind die meisten Maschinen wie 3-D-Drucker oder CNC-Fräse nicht angeschlossen, noch sieht es nach viel Arbeit aus – aber trotzdem ist das Fablab an seinem neuen Standort auf dem Gelände der Firma Schlaeger im Industriegebiet Ost angekommen. Zunehmend soll jetzt alles hochgefahren und dann ab dem 1. Juni wieder voll durchgestartet werden, sagt Yomettin Soybaba, Vorsitzender des Fördervereins der offenen Hightech-Werkstatt, der lange um den Fortbestand der Einrichtung gebangt hatte.

Umso dankbarer ist er den Verantwortlichen bei Schlaeger, die nicht nur die Räume zur Verfügung stellen, sondern sogar noch die Elektrik auf den nötigen Stand bringen lassen. Dass es sich nicht wie am alten Standort um zwei große, sondern um gut zehn kleinere Räume handelt, die bisher als Büros genutzt wurden, sieht Soybaba mittlerweile sogar als Vorteil. „Unsere Schulungssituation verbessert sich dadurch. Wir können unterschiedliche Angebote parallel laufen lassen, ohne dass man sich gegenseitig stört.“ Außerdem gebe es erstmals ein eigenes kleines Büro sowie ein abschließbares Lager und eine kleine Küche.

Barrierefrei

Nicht zuletzt sei der neue Standort ebenerdig und könne so mit wenigen Anpassungen barrierefrei gestaltet werden. Der alte Standort, den der Logistik-Unternehmer Christian Wedlich jahrelang zur Verfügung gestellt hatte, war nur über eine Treppe erreichbar gewesen.

Professioneller Auftritt

Der Umzug von dort ging zwar nur über wenige Hundert Meter, die Helfer aus der Fablab-Gemeinschaft waren damit aber trotzdem längere Zeit beschäftigt. „Es hat sich doch einiges angesammelt“, sagt Soybaba. Was schon jetzt zu sehen ist: Die neuen Räume bieten dem Fablab die Chance auf einen insgesamt noch professionelleren Auftritt. So wird es zum Beispiel einen Empfang mit einer kleinen Theke geben. Die Mehrzahl an Räumen ermögliche auch, neue Themenfelder anzugehen.

Geburtstagspartys

Zunächst aber sollen Anfang Juni der Open-Lab-Betrieb für Jedermann und die seit einigen Monaten auf Eis liegenden Workshops – sowohl allgemeine als auch solche für Schulklassen – wieder starten. Für die Sommerferien ist ein Technikcamp geplant. Außerdem schwebt Soybaba vor, Technik-Geburtstagspartys anzubieten. „Kuchen und Getränke werden mitgebracht, wir bieten das Abenteuer in Form unserer Hightech-Geräte“, sagt Soybaba.

Auszubildende profitieren

Auch bei Schlaeger freut man sich, dass das Fablab wieder loslegt. Schließlich stellt das Unternehmen nicht nur die Räume, es baut auch auf eine Kooperation. „Das Fablab ist eine tolle Einrichtung, um technikbegeisterte junge Menschen in ihrer Kreativität zu fördern, aber auch Berührungsängste im Umgang mit neuster Technik zu nehmen“, wird Geschäftsführer Anton Fuchs auf der Homepage des Unternehmens zitiert, und: „Talentierter Nachwuchs ist auch für uns als Ausbildungsunternehmen extrem wichtig. Deshalb freut es uns besonders, dass wir das Fablab auf der Suche nach neuen Räumen unterstützen konnten. Als Partner der Technischen Berufsausbildung Bayreuth TBB möchten wir in Zukunft nicht nur räumlich mit der Hightech-Werkstatt verbunden sein, sondern auch eng zusammenarbeiten. Geplant sind zum Beispiel spezielle Kurse für unsere Azubis rund um Roboter – ein für die Zukunft extrem wichtiges Feld in unserem Unternehmen.“

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading