Neue Mitte Hummeltal Bäckereifiliale in der Scheune

Einstimmig haben sich die Gemeinderäte für den Entwurf des Architekturbüros Kupfergrau entschieden, der ein scheunenartiges Gebäude vorsieht. Foto: Architekturbüro Kupfergrau

Der Hummeltaler Gemeinderat hatte die Wahl zwischen zwei Entwürfen: Einem scheunenartigen Gebäude und einem Gebäude, das an einen Dreiseitbauernhof erinnerte. Die Scheune gewann den Architektenwettbewerb. Einziges Manko: Es findet sich kein Metzger, der eine Filiale eröffnen würde.

Die Neugestaltung der Hummeltaler Ortsmitte schreitet vorn. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung dem Bau einer Scheune zugestimmt. Keiner landwirtschaftlich genutzten Scheune, sondern einer Markthalle in Gestalt einer Scheune. Das vom Bayreuther Architekturbüro Kupfergrau, vormals Holzmüller und Detsch, entworfene Gebäude war aus einem Architektenwettbewerb als Sieger hervorgegangen.

Scheune oder Bauernhof

Fast auf den Monat genau vor zwei Jahren hatten zwei Architekturbüros ihre Entwürfe für eine Markthalle in einer Sitzung des Gemeinderates vorgestellt (der Kurier berichtete). Vorgaben waren die Unterbringung einer Bäckerei- und einer Metzgereifiliale, eines Cafés und eines weiteren Verkaufsraumes. Das Gebäude selbst muss in Holzbauweise ausgeführt werden. Die Baukosten dürfen nicht mehr als eine Million Euro betragen. Zum Sieger kürten die Gemeinderäte den Entwurf der Architekten Holzmüller und Detsch. Der zweite eingereichte Entwurf bestand aus zwei Gebäuden und einem Verbindungsgang und erinnerte an einen Dreiseitbauernhof.

Keinen Metzger gefunden

Der Siegerentwurf für den Neubau eines Nahversorgers wird allerdings geschrumpft. Als Grund für die Verkleinerung führte Bürgermeister Patrick Meyer an, dass es in den vergangenen zwei Jahren nicht gelungen sei, eine Metzgerei zu finden, die im Hummeltaler Ortszentrum eine Filiale eröffnen wolle. Einziehen wird hingegen die Geseeser Landbäckerei mit einer Filiale und einem Café. Aufgestellt werden außerdem sogenannte Regiomaten. In diesem 24 Stunden zugänglichen Verkaufsautomaten werden regionale Produkte wie Fleisch, Wurst und Eier angeboten. Auch die Post wird vertreten sein mit einem Postautomaten, an dem man Pakete abholen und Briefmarken erwerben kann.

Heizzentrale hinter der Schule

Die Baukosten für die Markthalle bezifferte Bürgermeister Meyer auf rund 1,5 Millionen Euro. Die Förderung aus dem Förderprogramm „Innen statt außen“ belaufe sich voraussichtlich auf rund 80 Prozent. Erbaut wird das Gebäude in Holzbauweise, nur die Räume für die Sanitäranlagen werden gemauert. Eine eigene Heizungsanlage erhält das Gebäude nicht. Stattdessen wird es an das Hummeltaler Fernwärmenetz angeschlossen. Der Bau der mit Hackschnitzel betriebenen Heizzentrale ist bereits genehmigt und soll hinter der Schule errichtet werden. Mit der dort erzeugten Wärme versorgt werden zukünftig die Schule, der Kindergarten, das Feuerwehrhaus und die Markthalle.

In der nächsten Sitzung des Gemeinderates am 5. Oktober soll der Bauantrag für die Markthalle in der Ortsmitte beschlossen werden. Mit dem Baubeginn rechnet Meyer im Frühjahr des kommenden Jahres.

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