Neudrossenfeld Zurück in der alten Heimat

Sonny Adam
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Neudrossenfeld hat einen neuen Pfarrer: Thomas Wolf, ein gebürtiger Mainleuser. Er ist nach vielen Jahren im Nürnberger Land und in Rehau in seine alte Heimat zurückgekehrt und freut sich über die Prächtigkeit des Gotteshauses.

Neudrossenfeld - Mit einem feierlichen Gottesdienst hießen die Neudrossenfelder ihren neuen Pfarrer Thomas Wolf willkommen. Für den inzwischen 55 Jahre alten Neudrossenfelder Pfarrer schließt sich mit seiner neuen Stelle ein Kreis.

Denn eigentlich stammt Thomas Wolf aus Mainleus. Er hat in Mainleus seine Kindheit verbracht, seine Jugendzeit. Dann besuchte er das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium und machte das Abitur. Thomas Wolf leistete den Grundwehrdienst in Bayreuth als Sanitätssoldat ab, studierte dann in Neuendettelsau, Leipzig, Heidelberg und Erlangen evangelische Theologie.

Schon viele Jahre als Pfarrer tätig

Dass er einmal in seine alte Heimat zurückkehren könnte, hätte sich Wolf nicht träumen lassen. Er war nach dem Examen in Langensendelbach bei Baiersdorf, war dann bis 2000 in Nürnberg tätig. Schließlich führte ihn sein beruflicher Lebensweg nach Weißdorf bei Münchberg und letztlich nach Rehau. „Eine große Gemeinde als geschäftsführender Pfarrer zu leiten, in einem Team zu arbeiten und zusammen mit dem Kirchenvorstand und den verantwortlich Mitarbeitenden Gemeinde in einer Stadt mit ganz unterschiedlichen Menschen und Erwartungen zu bauen, war eine bleibende und bereichernde Herausforderung“, sagt der neue Neudrossenfelder Pfarrer.

Pfarrhaus wird noch saniert

Gemeinsam mit seiner Frau Katja Straubinger-Wolf zieht es Thomas Wolf jetzt nach Neudrossenfeld. „Wir werden erst einmal in Thurnau leben, denn das Pfarrhaus muss grundlegend saniert werden. Aber das Pfarrhaus soll noch in diesem Jahr fertig werden“, freut sich Wolf auf seine neue Tätigkeit. Im Schlepptau hat der neue Neudrossenfelder Pfarrer einen Hund namens Kira. Es handelt sich um einen ausgesprochen freundlichen Schäferhund-Labrador-Mix. „Meine Kinder sind schon aus dem Haus“, erzählt der Pfarrer von sich.

Ökumenische Ehe ganz selbstverständlich

Katja Straubinger-Wolf hat eine halbe Stelle als Klinikseelsorgerin. Sie ist im Gemeindeentwicklungsausschuss und freiberuflicher Coach und Organisationsentwicklerin. Dass Katja Straubinger-Wolf nicht evangelisch ist, sondern katholisch, findet Thomas Wolf in der heutigen Zeit „nicht mehr spektakulär“. Denn beide christliche Konfessionen stehen sich gleichberechtigt gegenüber und pflegen einen bereichernden Austausch.

Der neue Neudrossenfelder Pfarrer macht keinen Hehl daraus, dass er sich auf die Arbeit in der Kirchengemeinde besonders freut. Er findet die Markgrafenkirche einfach nur wunderschön. „Neudrossenfeld hat ein lebendiges und vielfältiges Gemeindeleben – und auch die Kirche ist einfach einzigartig“, schwärmt Wolf von seiner neuen Wirkungsstätte.

Jede Neuerung eine Chance

„Ich bin jetzt nicht mit einem fertigen Konzept in der Tasche nach Neudrossenfeld gekommen, ich lasse alles auf mich zukommen und schaue gespannt, was sich entwickelt“, sagt Thomas Wolf und kann den Worten des Neudrossenfelder Bürgermeisters Harald Hübner, die er bei der Einführung des neuen Pfarrers sprach, nur beipflichten: Jede Neuerung birgt auch neue Chancen. „Ich wünsche mir nur eins: Die Menschen sollen auf mich zukommen, man muss miteinander reden, man muss nachfragen, man muss im Kontakt und im Austausch sein und bleiben – nur eines mag ich nicht: wenn Menschen hintenrum reden“, sagt der neue Pfarrer und ist gespannt auf seine anspruchsvolle Aufgabe in Neudrossenfeld.

 

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