Neubau der Förderstätte Lebenswerk: Freistaat gibt knapp 2,2 Millionen

So sah es am Kopfbau des Lebenswerks der Diakonie im Sommer 2020 aus: Ein verheerender Brand zerstörte den Kopfbau komplett. Die Wiederaufbausumme liegt – aktuell – bei rund 15 Millionen Euro. Foto: Eric Waha/Eric Waha

Nach dem verheerenden Brand der Einrichtung des Lebenswerks der Diakonie, bei dem der Kopfbau und die Förderstätte – unter anderem – zerstört worden waren, gibt es jetzt eine Zahl: Der Freistaat unterstützt den Wiederaufbau der Förderstätte mit knapp 2,2 Millionen Euro.

Bayreuth/München - „Mittendrin statt nur dabei“ – das ist mehr als ein gängiger Slogan. Das ist Programm zum Beispiel für die Werkstatt für Menschen mit Handicap in Bayreuth mit der angeschlossenen Förderstätte.

Diese Einrichtung und der Kopfbau waren im Sommer 2020 bei einer mutmaßlichen Brandstiftung zerstört worden – der Prozess läuft aktuell. Jetzt hat die bayerische Sozialministerin Carolina Trautner die angekündigte Unterstützung des Freistaats mit einer Zahl untermauert.

Wichtiges Vorhaben

Der Wiederaufbau der Förderstätte durch die Diakonie Bayreuth – und der Ausbau von 24 auf 36 Plätze – werde mit knapp 2,2 Millionen Euro bezuschusst. „Es ist unser erklärtes Ziel: Menschen mit Behinderung sollen in der Mitte unserer Gesellschaft leben. Mehr noch: Es soll für uns alle eine Selbstverständlichkeit sein, dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können. Dazu gehört auch eine regelmäßige Beschäftigung und Betreuung“, heißt es in einer Mitteilung Trautners.

Förderstätten ermöglichen dies, indem sie Menschen mit schwerer Behinderung betreuen und fördern, für die ein Besuch in einer Werkstatt für behinderte Menschen nicht oder noch nicht möglich ist. „Ich freue mich deshalb, dass die Lebenswerk gGmbH nach dem Brand im Jahr 2020 eine neue Förderstätte mit 36 Plätzen in Bayreuth errichtet. Dieses wichtige Vorhaben unterstützen wir mit 2,173 Millionen Euro“, so Trautner.

Willkommene Unterstützung

Für Diakonie-Geschäftsführer Franz Sedlak eine willkommene Unterstützung, denn allein der Neubau der Förderstätte werde knapp fünf Millionen Euro kosten, wie Sedlak am Mittwoch auf Kurier-Nachfrage sagt. Die Wiederaufbausumme für das Lebenswerk beziffert Sedlak „Stand heute, ohne mögliche Preissteigerungen“, wie er betont, mit rund 15 Millionen Euro. „Uns als Träger wird dabei ein Eigenanteil von zehn bis 15 Prozent bleiben“, sagt Sedlak.

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