Ein Regisseur mit Gespür für Effekte
Für den jetzt 50-jährigen Drehbuchautor und Regisseur James Vanderbilt ist dies nach "Der Moment der Wahrheit" (2015) erst der zweite abendfüllende Spielfilm, den er auch selbst inszeniert hat. Bekannt wurde der US-Amerikaner zuvor als Autor von erfolgreichen Blockbustern wie "The Amazing Spider-Man" (2012), der zwei Jahre später herausgekommenen Fortsetzung "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro" und "Murder Mystery" (2019). Der Mann hat ein Gespür für Effekte.
Genau damit dürfte er nun Leute, die sich bisher kaum oder gar nicht mit dem Terror des Nationalsozialismus auseinandergesetzt haben, an das Thema heranführen können. Es ist absolut legitim, hierzu auf die Zugkraft von beliebten Akteuren wie Russell Crowe und Rami Malek zu setzen. Etwas weniger Spannungsmache im Stil routinierter Psycho-Thriller und dafür mehr Eintauchen in politische Zusammenhänge hätte dem Film allerdings zu größerer gedanklicher Tiefe und somit zu einer nachhaltigeren Wirkung verhelfen können.