Hüller: "Rose" zeigt eine Utopie
Aus ihrer Sicht zeigt der Film eine Utopie. "Ich weiß, dass diese Utopie für viele Menschen, die in Gesellschaftsgruppen leben, denen es aktuell nicht leicht gemacht wird dazuzugehören, extrem wichtig ist. Dass es unglaublich schmerzhaft ist, wenn sie zerstört wird. Das darf man einfach nicht zulassen". Man könne Menschen nicht dafür bestrafen, dass sie versuchen, frei zu sein, führte sie aus.
"Das hat dann mit der Arbeit jeder einzelnen Person innerhalb dieser Gesellschaft zu tun und mit dem Befragen von sich selbst, an welchen Stellen man denn mit wem solidarisch ist und mit wem nicht. Wann man vielleicht still ist, wann man eigentlich was sagen müsste". Sie verstehe den Film auch als eine Art Entwurf, empathisch und menschlich zu sein. "Rose" bleibt damit erstaunlich gegenwärtig, weil er zeigt, dass die Frage nach Selbstbestimmung auch heute noch nicht abgeschlossen ist.