Gute Musik, interessante Charaktere
"Power Ballad" ist mit guter Musik und zahlreichen Insider-Gags gespickt. So ist zum Beispiel Danny Wilson der Name einer schottischen Band um den Songwriter Gary Clark. Der komponierte wie schon bei "Sing Street" die Originalsongs für den Film. Der 80er-Jahre-Hit "Mary's Prayer" von der Band Danny Wilson ist in einer Szene im Pub zu hören.
Die Story ist ergreifend und kurzweilig erzählt. Das liegt auch an den Figuren, die erfrischend vielschichtig sind. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern viele Graustufen. Carney kostet die musikalischen Momente, darunter die gemeinsame Songwriting-Session voll aus, ohne dass es irgendwelche Längen gibt.
Ein Manko ist allerdings, dass das Finale etwas knapp geraten ist und deshalb nicht ausgereift wirkt. In Zeiten, in denen Filme immer länger zu werden scheinen, ist "Power Ballad" mit knapp 100 Minuten zu kurz geraten. Unterhaltsam ist die originelle Komödie allemal. Und sie vermittelt eine schöne Botschaft: Womöglich liegt das Glück gar nicht in dem Erfolg, den wir anstreben, sondern in dem, was wir bereits haben.