Zahlreiche Todesopfer und neue Angriffswelle
In dem am Samstag begonnenen Krieg sind bereits zahlreiche Menschen getötet worden. Im Iran gab es nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 555 Tote. In Israel wurden zehn Menschen durch iranische Raketenangriffe getötet, Dutzende weitere verletzt. Das US-Militär teilte mit, vier US-Soldaten seien getötet worden.
Israel und die USA griffen Hunderte Ziele im Iran an. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei wurde am Samstag getötet. Am Montag seien vor allem Hauptquartiere, Basen und regionale Kommandozentren der inneren Sicherheitsorgane des "iranischen Terrorregimes" angegriffen worden, teilte die israelische Armee mit.
Golfstaaten unter Beschuss - Kampfjets abgeschossen
Die kuwaitische Luftverteidigung schoss versehentlich mehrere US-Kampfjets ab, wie das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) mitteilte. Die Besatzungen hätten überlebt. Katar schoss nach eigenen Angaben zwei iranische Kampfflugzeuge ab, Kuwait meldete den Tod eines seiner Soldaten. Frankreich sagte den Golfstaaten Unterstützung zu. Man sei bereit, sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen, sagte Außenminister Jean-Noël Barrot in Paris.
Drohenalarm auf EU-Inselstaat Zypern
Auch auf dem EU-Inselstaat Zypern kam es in der Nacht zum Montag zu einem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt Akrotiri in der Nähe der Hafenstadt Limassol. Die Drohne war vom Typ "Shahed", wie der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis mitteilte. Diese Drohnen werden hauptsächlich im Iran produziert. Später wehrte der Stützpunkt zwei weitere unbemannte Flugobjekte ab.
Zehntausende Reisende gestrandet
Wegen des Krieges sitzen auch Zehntausende Reisende fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Für einen Teil der gestrandeten deutschen Urlauber gab es Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die Heimat: Das Auswärtige Amt bereitet die Rückholung von Kranken, Kindern und Schwangeren aus der Konfliktregion vor.