Was bedeutet das alles nun für die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran?
Trump mag die Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen auf die Verhandlungen herunterspielen - dabei machen die ersten Angriffe zwischen dem Iran und Israel seit April deutlich, was für eine Herausforderung das Bemühen um eine langfristige Beendigung der Feindseligkeiten ist.
Trump zeigte sich "Axios" gegenüber erneut zuversichtlich, zeitnah eine Einigung erzielen zu können: Washington und Teheran seien auf dem Weg zu einem "guten" Abkommen. Er wolle nicht, dass es wegen der aktuellen Ereignisse scheitert. Er deutete laut Fox News auch an, dass die Verhandlungen mit dem Iran auf eine mögliche Einigung zusteuerten. Diese könnte "am Montag, Dienstag oder Mittwoch kommender Woche" erzielt werden, hieß es.
Kritiker stellen allerdings infrage, ob es zwischen Washington und Teheran jüngst überhaupt bedeutende Fortschritte in den Verhandlungen gab. Trump beteuert dies regelmäßig.
Laut dem israelischen Iran-Experten Danny Citrinowicz sieht sich Trump mit einer besonders schwierigen strategischen Lage konfrontiert. "Die ihm zur Verfügung stehenden Optionen sind alles andere als günstig, und er scheint eher bereit zu sein, nahezu um jeden Preis eine Einigung mit dem Iran zu erzielen, als ein Abgleiten in eine umfassendere regionale Konfrontation zu riskieren", schrieb er auf der Plattform X. Die neuen Entwicklungen zeigen jedoch: Bei einem Abkommen um jeden Preis dürfte man von einer nachhaltigen Lösung des Konflikts in der Region weit entfernt sein.