Nachfrage nach den Früchten groß Kirschen weich und teuer

Von Heike Hampl

Die Ernte der Kirschen hat heuer zwei Wochen später begonnen. Wegen des Wetters gibt es nicht viele Früchte. Der Preis ist entsprechend hoch.

 Foto: red

Andreas Krauß weiß gar nicht, welchen Kunden er zuerst bedienen soll. Am Mittwochvormittag drängen Bayreuther Bürger an seinen Obst- und Gemüsestand auf dem Wochenmarkt beim Rotmaincenter. „Die meisten Kunden kaufen Kirschen", sagt Krauß. Am liebsten die großen aus Pretzfeld. 5,50 Euro kostet das Kilo heuer. Die kleineren kosten drei Euro. „Die Kirschen sind recht weich. Das liegt am Regen", sagt Krauß und ein Kunde fällt ihm ins Wort: „Ja, aber gut sind sie! Und süß."

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Auch wenn es den Kunden schmeckt, der Handel ist mit der diesjährigen Ernte nicht zufrieden. Die Kirschenernte begann 14 Tage später als sonst.

Späte Sorten heuer schlecht

„Die späten Sorten sind dieses Jahr sehr schlecht. Ich vermute, dass das kalte und nasse Wetter schuld ist. Es sind kaum Bienen geflogen, die bestäuben konnten", sagt Georg Beutner aus Kunreuth nahe Forchheim. Der Nebenerwerbslandwirt baut auf drei Hektar Kirschen an. In guten Jahren rechnet er mit zehn Tonnen pro Hektar. Das wird er bei weitem nicht erreichen, fürchtet Beutner.

Die späten Sorten haben nach der Blüte viele Blüten verloren. Die frühen Sorten sind in Ordnung, sagt der Obstbauer. „Die sind groß und gut." Nur vom Regen etwas weicher als normal. Das Problem ist: Es sind die späten Kirschensorten, die ergiebig sind und damit das Geld bringen.

Nachfrage groß

Der schlechten Ernte steht eine große Nachfrage gegenüber. „Die Leute warten auf die Kirschen", sagt Herbert Hubmann, Geschäftsführer der Frankenobst GmbH aus Igensdorf. Also steigen die Preise. 20 Prozent mehr als vergangenes Jahr müssen die Kunden bezahlen, sagt Hubmann. Für ein Kilo zwischen vier und fünf Euro. Je nach Qualität.


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