Nach sechseinhalb Jahren Andreas Seiferth verlässt Medi Bayreuth

Redaktion
Sechseinhalb Jahre lang waren Andreas Seiferth (rechts) und Bastian Doreth (links) gemeinsam die Gesichter von Medi Bayreuth. Während der Kapitän dem Klub erhalten bleibt, trennen sich nun die Wege mit dem Center. Foto: / Peter Kolb/Imago Images

Bei Medi Bayreuth geht eine weitere Ära zu Ende. Nachdem sich schon Trainer Raoul Korner nach sechs Jahren zum Bundesligakonkurrenten Hamburg Towers verabschiedet hatte, verlässt nun auch Andreas Seiferth den Verein. Das gab der Klub am Dienstag bekannt.

Während der „bekanntermaßen herausfordernden“ abgelaufenen Saison sei in ihm der Wunsch nach Veränderung immer weiter gewachsen. „Nachdem sich mein Master-Studium an der Uni Bayreuth nun auch auf der Zielgeraden befindet, bietet sich nun die Chance, an einem neuen Standort noch einmal voll anzugreifen und ein neues Kapitel in meiner Karriere aufzuschlagen“, sagt Seiferth in der Mitteilung und ergänzt: „Auch wenn es vermutlich eine große Umstellung sein wird, eine Mannschaft mal nicht gemeinsam mit Basti zu formen...“

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246 Spiele im Medi-Trikot

Der seit vergangenem Donnerstag 33-jährige Center war bereits Anfang des Jahres 2016 während der Saison vom FC Bayern München nach Bayreuth gewechselt und somit der dienstälteste Spieler nach Kapitän und Nationalmannschaftskollege Bastian Doreth. Der 2,09 Meter große Berliner absolvierte 182 (davon drei Playoff-Partien) seiner bislang insgesamt 337 BBL-Spiele im Medi-Trikot, wobei er seine statistisch beste Saison 2019/20 mit durchschnittlich 11,6 Punkten sowie 5,3 Rebounds und für einen Mann seiner Größe starken 2,5 Assists hatte. Insgesamt erzielte er für Bayreuth in der Bundesliga 1648 Punkte und holte 799 Rebounds. In der abgelaufenen Saison kam er jedoch aufgrund einer langwierigen Fußverletzung nur 16-mal zum Einsatz und auch nur noch auf 7,8 Punkte und 4,4 Rebounds.

In neun Pokalspielen gelangen Seiferth 8,2 Punkte und 4,3 Rebounds pro Partie, zudem stand er für Medi Bayreuth in der Champions League (33) und im Europe Cup (22) insgesamt 55-mal auf internationalem Parkett.

„Das Beste, was mir damals hätte passieren können!“

„Was Anfang 2016 nur als Durchgangsstation geplant war, war dann doch das Beste, was mir damals hätte passieren können! Ich durfte unfassbar schöne und erfolgreiche Momente auf dem Platz miterleben, habe Freunde fürs Leben gewonnen und auf allen Ebenen viel gelernt“, blickt Seiferth zurück. „Ich wurde dank der typisch fränkischen Art mit offenen Armen empfangen und habe mich von Anfang an in Oberfranken wohlgefühlt. Ich möchte mich bei allen Beteiligten der letzten Jahre für diese schöne Zeit bedanken und bin stolz, ein Teil dieser erfolgreichen Zeit in der Basketballstadt Bayreuth gewesen zu sein.“ Er wünsche dem Verein viel Erfolg bei der Umsetzung des neu eingeschlagenen Weges und werde selbstverständlich immer mal wieder in Bayreuth vorbeischauen.

„Sehr harte“ Entscheidung für Masell

„Sehr hart“ sei die Entscheidung, Seiferth gehen zu lassen, für Trainer Lars Masell gewesen. „Wir haben fünf Jahre hier in Bayreuth gemeinsam gearbeitet. In dieser Zeit ist er zu einem Gesicht der Mannschaft geworden und hat gemeinsam mit Basti die Leaderrolle im Team übernommen. Andi und seine Fähigkeiten werden uns fehlen.“ Letztlich habe man sich gemeinsam dazu entschieden, den in diesem Sommer ausgelaufenen Vertrag des Centers nicht zu verlängern. „Für die neue Saison haben wir uns bei Medi Bayreuth dazu entschieden, einen neuen Weg zu gehen, und werden nun verstärkt auf junge Spieler setzen“, sagt Masell.

Auch für Geschäftsführer Johannes Feuerpfeil war „Andi Seiferth in den letzten knapp sieben Jahren nicht nur ein wichtiger Spieler, sondern auch ein echtes Gesicht dieser Organisation“. Dass ein Spieler heutzutage so lange ein und dasselbe Trikot trägt, sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit. „Für fast sieben Jahre unermüdlichen Einsatz für den Bayreuther Basketball möchte ich mich bei Andi ganz herzlich bedanken, und ich wünsche ihm für seine sportliche und persönliche Zukunft nur das Beste!“

 

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