Es sind harte Worte, die zwei Verteidiger des Tiktok-Schlägertrios in ihren Abschluss-Plädoyers am Mittwoch finden. So erinnert Verteidigerin Janina Heeg an die Aussagen zweier Zeuginnen am Vortag. Der Geschädigte habe „nahezu um Schläge gebettelt“, so einen Fall „heraufprovoziert“. Durch seine verbalen Aggressionen, vor allem gegenüber Frauen. Die mitunter auch als Bedrohungen aufgefasst werden könnten. Ihr Kollege Sven Schneider geht noch einen Schritt weiter. Warum denn der Rechtsstaat nichts unternommen habe, um „einem Menschen wie dem Geschädigten das Handwerk zu legen“. Auch wenn er das Vorgehen der Angeklagten nicht gutheißen könne, sei es dennoch nachvollziehbar, wenn jemand einen anderen nach solchen Vorfällen zur Rede stellen wolle.
Nach Hass im Netz Tiktok-Fall bringt Kritik am Staat
Adeline Lehmann 30.10.2024 - 19:30 Uhr