Umfrage nach Glatteis in Bayreuth Nehmen Sie Unwetter-Warnungen überhaupt noch ernst?

Vor dem Glatteis am Montag warnten Meteorologen früh. Doch inzwischen erreichen unzählige Wettermeldungen die Bevölkerung. Gehen wirklich wichtige Warnungen da unter – was meinen Sie?

Der Wetterdienst warnt – beispielsweise vor Schnee und Glatteis. Und die Bevölkerung – nehmen die Leute die Warnungen ernst genug? Das wollen wir in dieser Umfrage wissen. Foto: IMAGO/Jan Eifert

Am Montagabend zeigte das Winterwetter in Bayreuth sein hässliches Gesicht. Auf zehn Kilometer Länge sorgte Blitzeis auf der A9 für insgesamt neun Autounfälle kurz hintereinander. 39 beteiligte Fahrzeuge, zehn Verletzte, zwei davon schwer. Schaden: Rund eine Million Euro. Meteorologen warnten bereits am Tag zuvor vor der drohenden Glatteis-Gefahr in der Region. Zunächst mit einer allgemein gehaltenen Vorwarnung, später mit einer präziseren, amtlichen Glatteiswarnung der zweithöchsten Warnstufe rot.

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Eine Warnung, die rückblickend absolut richtig und wichtig erscheint. Denn die Wetterlage spitzte sich am vergangenen Montag tatsächlich immer weiter zu. Neuschnee – wenn auch nur ein paar Zentimeter – sorgte bereits tagsüber mancherorts für rutschige Straßen. Bis zum Abend gingen die Schneeschauer dann in Regen über. Die Luft wurde milder, doch der Boden war noch gefroren. Perfekte Bedingungen für Glatteis.

Und mit einem ganzen Strauß an Warnmeldungen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Bevölkerung auch ausführlich über die potenziell gefährliche Wetterlage informiert. Wohlbemerkt unterscheidet der DWD hier in verschiedene Warnstufen und -Kategorien. Neben der eigentlichen Unwetterwarnung vor Glatteis gab es deshalb auch sogenannte Wetterwarnungen vor Schnee, Frost und Glätte.

Nicht jede Wettermeldung ist eine Unwetterwarnung

Die Meteorologen wollen hiermit auf möglichst alle Wettergefahren hinweisen, ohne pauschal zu alarmieren. So ist die erste Warnstufe auch eher als Wetterhinweis zu verstehen, erklärt der DWD. Mit größeren Schäden ist nicht zu rechnen. Dennoch bewahren solche Meldungen vor wetterbedingten Überraschungen.

Wegen minus zwei Grad Frost und drei Zentimeter Schnee sprechen Meteorologen also keine richtigen Unwetterwarnungen aus – auch wenn das manche Medien und Teile der Bevölkerung gerne mal so interpretieren. In anderen Fällen wie bei der Glatteis-Wetterlage am Montag dagegen schon. Und wenn die Wetterexperten vom DWD das tun, ist in der Regel tatsächlich mit Schäden an der Infrastruktur und Beeinträchtigungen im öffentlichen Leben zu rechnen.

Immer öfters Push-Warnungen aufs Smartphone

Doch nimmt die Bevölkerung solch signifikante Warnungen wie am Montag tatsächlich ernst genug – oder sind viele schon abgestumpft von der hohen Zahl an Wettermeldungen, die mittlerweile auf dem Handy aufploppen? Das wollen wir von Ihnen wissen. Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns.