Nach Feuer im Cabriosol Brandermittler des Landeskriminalamts kommen

Von Ralf Münch

PEGNITZ. Der Einsatz der Feuerwehr im Ganzjahresbad Cabriosol beschäftigt die Pegnitzer schon die ganze Woche. Am Freitag fand zu diesem Thema eine Pressekonferenz im Rathaus statt. Über die Brandursache war noch keine konkrete Aussage zu bekommen. Es war nur von einem technischen Defekt die Rede.

Solange das Material in der Cabriosol-Sauna nicht abgeräumt werden darf, wird auch das Bad nicht geöffnet. Foto: Archiv/Ralf Münch Foto: Peter Gisder

27 Feuerwehren wurden beim Brand eingesetzt - rund 400 Mann stark. Die Malteser, das BRK oder das THW sind da noch gar nicht mitgezählt. Es war der größte Einsatz, der in den letzten Jahren in Pegnitz stattfand.

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Bürgermeister Uwe Raab: "Ich möchte meine allerhöchste Anerkennung für die Kompetenz und das technische Wissen an all den Beteiligten aussprechen. Man muss sich vorstellen, dass die Feuerwehrler freiwillig ihre eigene Gesundheit und ihr eigenes Leben einsetzen. Sie haben meine höchste Achtung, dass sie es mit dem Einsatz geschafft hatten, das Gebäude zu halten. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Wären die Feuerwehrleute nicht so schnell gewesen, dann hätte das zur Totalvernichtung des gesamten Gebäudes führen können."

Und es war tatsächlich für die Feuerwehrler mehr als nur anstrengend. Roland Zahn, der Kommandant der Pegnitzer Feuerwehr: "Wir sind erst am Donnerstag damit fertig geworden, alle unserer 50 Atemschutzgeräte wieder betriebsbereit zu machen.“ Und weiter: "Wenn ich solch ein Szenario als Übung veranstaltet hätte, dann hätten meine Kameraden zu mir gesagt, ob ich noch ganz richtig im Kopf sei."

Schwimmbereich geschlossen

Eigentlich war man in dieser Woche noch zuversichtlich, dass man am Freitag schon den Schwimmbereich wieder öffnen könne. Doch dem ist nicht so. Das kann frühestens nach der Revision in der zweiten Novemberwoche passieren. Der Grund: Nachdem die Kriminalpolizei die Ergebnisse ihrer Brandermttlung an das Landeskriminalamt (LKA) weitergegeben hatte, wurde in München beschlossen, Brandermittler mit Nachprüfungen zu beauftragen.

Der Projektleiter des Cabriosols, Sebastian Poppek: "Wir haben am Donnerstag die Nachricht bekommen, dass das LKA noch einmal nach untersucht. Freitagvormittag haben wir dann den Termin bekommen, dass die Ermittler am Dienstag nächste Woche kommen. Wir haben das sehr, sehr kurzfristig erfahren."

Das ist der Grund, weshalb das Schwimmbad noch nicht geöffnet werden kann. Denn so lange man noch nicht den Müll und das verbrannte Material wegräumen darf, weil eben auf das endgültige Ergebnis des LKA gewartet werden muss, stinkt es immer noch im Cabriosol. "Ich möchte meinen Mitarbeitern, die im Schwimmbad schon die ganze Zeit kräftig putzen und aufräumen, meinen größten Respekt aussprechen. Aber der Müll muss vorher weg", so Poppek.

Technischer Defekt

Der Bürgermeister: "Solange wir das Material nicht abräumen dürfen, solange öffnen wir das Bad auch nicht. Es würde nur Beschwerden über den Geruch geben."

Zur Ursache, weshalb der Brand ausgebrochen war, wurde nur gesagt, dass es sich wohl um einen technischen Defekt handelte. Welcher Art von Defekt - dazu wurde am Freitag nichts gesagt. Auskünfte wird das Rathaus geben, wenn man dafür grünes Licht vom Landeskriminalamt bekommt.

Raab weiter: "Gerne hätten wir heute gesagt, weshalb das passiert ist, die Bevölkerung bezüglich des Grunds zu informieren. Aber ich kann es einfach noch nicht. Sobald ich es genau weiß, werde ich aber sofort informieren."

VHS-Teilnehmer werden informiert

Was passiert mit den Kursen, etwa denen der VHS, die hier sonst stattfinden? "Wir sind aktuell dabei, alle Teilnehmer zu informieren, dass die Kurse ausfallen. Aber natürlich werden wir Nachholtermine anbieten", sagt Poppek weiter. Den Ausfall der Einnahmen beziffert der Projektleiter auf 19.000 Euro brutto seit Montag.

Raab: "Natürlich spielt der wirtschaftliche Faktor auch eine Rolle. Auch dass hier momentan ein Freizeitangebot fehlt. Aber was viel wichtiger ist, ist dass niemand zu Schaden gekommen ist, und dass das Gebäude noch steht. Und was die Untersuchungen des LKA nächste Woche betrifft, so müssen wir uns einfach überraschen lassen. Für uns ist das ja auch nicht Alltag."