Deplatzierter Vergleich
Eine weitere Wirkungsstätte des Pianisten und Wagner-Kenners ist Dresden. Dort hat Mickisch auf Einladung der Gesellschaft der Freunde der Staatskapelle Dresden Veranstaltungen zu Wagners „Ring des Nibelungen“ gehalten. In der Staatskapelle spielen viele Musiker, die auch Teil des Bayreuther Festspielorchesters sind. Ihre Heimstatt ist die Semperoper. Deren Intendant Peter Theiler zeigt sich entsetzt „über diesen Facebook-Post und den geschmacklosen Versuch eines erneuten deplatzierten Vergleichs mit den Geschwistern Scholl im Zusammenhang mit der Corona-Situation“. Und weiter: „Die Semperoper distanziert sich ausdrücklich massiv von jeglicher Art solcher Äußerungen und der damit implizierten Haltung.“
Mickisch selbst teilte auf Kurier-Anfrage nur mit, dass er derzeit mit einem Beethoven-Clip beschäftigt sei. Inzwischen ist dieser im Netz zu sehen.
Unterdessen hat sein Online-Post viele, teils entsetzte, Reaktionen hervorgerufen. Darunter auch von einstigen Festspielsängern. Arnold Bezuyen schreibt: „Den ganzen Tag habe ich über den überheblichen, schlichtweg dummen ‚Beitrag’ vom Herrn Mickisch nachgedacht. Seit vielen Jahren bin ich ihm mit Respekt und Anerkennung gefolgt ohne leider anfangs seinen Größenwahn wahrzunehmen.“ Roland Wagenführer kommentiert die Sache so: „Widerlich. Punkt.“