Nach Diskussionen Neue Mitglieder im Stadtsportverband

red
Eine ganz neue Komponente bringt das Forum traditionelle Kampfkunst in die Bayreuther Sportszene ein. Foto: Michael Wagner

Der Bayreuther Stadtsportverband hat zwei neue Mitglieder. Einem davon war vor einem Jahr noch die Aufnahme verweigert worden.

Die Zahl der Mitgliedervereine im Bayreuther Stadtsportverband ist auf 75 gewachsen. Bei der Jahresversammlung im großen Sitzungssaal des Rathauses wurden am Donnerstagabend der Breitensportclub und das Forum traditionelle Kampfkunst mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit als Neulinge aufgenommen.

Allerdings bezeichnet SSV-Geschäftsführer Herbert Guth die vorangegangene Diskussion als „sehr intensiv, teils kontrovers“. Das war zumindest beim Breitensportclub auch nicht sehr überraschend, nachdem dessen Aufnahmeantrag im Vorjahr noch abgelehnt worden war. Damals überwogen die Bedenken, dass es der aus dem Eishockey-Hobbyteam „Icescrapers“ hervorgegangene Verein hauptsächlich auf ein Nutzungsrecht am Eisstadion abgesehen haben könnte.

Diesmal betonte der Vorsitzende Stefan Mertel aber, dass sein Breitensportverein eine größere Bandbreite an Aktivitäten anbiete, von der Skigymnastik über Fußball, Laufen und Wandern bis zum Standup-Paddeln. Letztlich setzte sich in der Versammlung der Standpunkt durch, dass man neuen Initiativen nicht im Weg stehen wolle – wenn auch nur knapp mit 23 statt der erforderlichen 21 Stimmen. Guth unterstreicht aber auch, dass mit einer Neuaufnahme in den Stadtsportverband keineswegs gleich ein Anspruch auf Nutzung der städtischen Sportanlagen verbunden ist: „Das muss jedem Verein klar sein.“

Solche Probleme gab es beim zweiten Bewerber nicht, denn der hat seine eigenen Sportanlagen. Dafür ist sein Metier relativ exotisch: Das Forum traditionelle Kampfkunst widmet sich in seinen Räumen in der Markgrafenallee 44 unter der Leitung von Michael Wagner hauptsächlich der japanischen Stilrichtung Hontai Yoshin Ryu, die sowohl waffenlose Techniken umfasst, als auch solche mit Stock und Schwert. In dieser Hinsicht ist die Bayreuther Schule sogar einzigartig in Deutschland. Der Verein ist nicht einmal Mitglied im Bayerischen Landessportverband, sondern gehört nur als außerordentliches Mitglied dem Deutschen Judo-Bund an. Das änderte aber nichts an einer solideren Mehrheit von 26 Stimmen.

Reibungsloser liefen die Neuwahlen ab. Einstimmig wurde der Vorstand für weitere drei Jahre im Amt bestätigt: Vorsitzender Wolfgang Lüdtke, 2. Vorsitzender Peter Zeitler, Geschäftsführer Herbert Guth, Schatzmeister Horst Auernheimer, Sportwart Martin Fraß. Den Beirat bilden Peter Popp, Hans Wunder und Klaus Müller.

 

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