So weit will Carl Steiner allerdings nicht gehen. Das Engagement als Gesellschafter und Sponsor müsse man getrennt betrachten, sagt der Alleingesellschafter von Medi Bayreuth, der selbst einige Zeit im Bamberger Aufsichtsrat saß: „Die Rolle als Haupt- und Namenssponsor soll ja ausdrücklich erhalten bleiben.“ Zwar heißt es in der Mitteilung des Autozulieferers, er müsse wegen der „Nachfrageeinbrüche als Folge der Coronavirus-Maßnahmen“ seine weltweiten Sponsoring-Aktivitäten „deutlich reduzieren“, und davon betroffen sei auch der Bamberger Basketball als „größter Einzelposten“. Dennoch werde das Unternehmen aber „gemeinsam mit anderen Partnern“ auch in den kommenden drei Spielzeiten einen Betrag zur Verfügung stellen, „der an der Spitze des Sponsorings in der Basketball-Bundesliga liegt“. Dass Brose durch den Rückzug aus der Führungsrolle viel vom Einfluss auf die Verwendung des Geldes abgibt, ist für Steiner kein Widerspruch: „Unser Hauptsponsor nimmt ja auch keinen unmittelbaren Einfluss.“
Nach Brose-Rückzug Auch Bayreuth könnte betroffen sein
Von Eberhard Spaeth 15.05.2020 - 19:27 Uhr