Nach BBV-Neuwahlen Kreisverband bleibt in bewährten Händen

Die Ortsobmänner und -bäuerinnen bestätigen die Vorsitzenden in Habnith in ihren Ämtern. Die hohen Anforderungen an die Landwirtschaft sehen alle als große Herausforderung.

Der Kreisvorstand Foto: BBV

In einer gemeinsamen Versammlung der Ortsobmänner und Ortsbäuerinnen im Schützenheim Habnith wählten die Mitglieder die neuen Kreisvorstände des Bayerischen Bauernverbands (BBV). Dabei wurden, wie der Kreisverband mitteilt, sowohl der Kreisobmann Harald Fischer aus Neudorf als auch der stellvertretende Kreisobmann Stephan Regnet aus Bernstein wiedergewählt. Zu Beisitzern wurden gewählt: Udo Legat, Schacht, Klaus Hager, Großwendern; An-dreas Foerster, Sichersreuth; Martin Schöffel, Christian Zeitler, Röslau.

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Veranstaltungen per Video

Bei der Wahl zum Kreisvorstand der Landfrauen bestätigten die Ortsbäuerinnen die Kreisbäuerin Karin Reichel aus Reicholdsgrün in ihrem Amt; als Stellvertreterin steht ihr Nicole Orschulok aus Seußen zur Seite. Zu Beisitzerinnen wurden gewählt: Margit Schlötzer, Raumetengrün; Andrea Foerster, Sichersreuth; Anna Kolbe, Großschloppen; Andrea Marth, Hildenbach; Martina Leineweber, Nagel-Reichenbach.

Zu Beginn der Versammlung hatte sich Kreisobmann Fischer zahlreiche Beteiligung an den Ortsverbandswahlen bedankt. Viele Veranstaltungen hätten wegen der Corona-Pandemie abgesagt oder als Videokonferenzen angeboten werden müssen.

Neue Ökoregelungen

Der Bezirkspräsident Hermann Greif berichtete über die bevorstehenden Novellierungen durch die neue gemeinsame Agrarpolitik 2023 und den aktuellen Sachstand der Verhandlungen. Neue Ökoregelungen „Eco Schemes“, die damit einhergehende Veränderungen beim bestehenden Kulturlandschaftsprogramm (Kulap) und Pflicht-Stilllegungen müssten in Zukunft eingehalten werden, sagte er. Auch die derzeitig hohen gesellschaftlichen Anforderungen an die Landwirtschaft und das oftmals fehlende Verständnis für die Arbeit der bayerischen Landwirte seien eine große Herausforderung. Hierzu betonte Kreisbäuerin Karin Reichel die Bedeutung des Projekts „Schule fürs Leben“: „Es ist wichtig, das Gespräch mit den Verbrauchern zu suchen. Nur so schaffen wir mehr Verständnis für unsere Arbeit.“ Auch hier würden aber weiterhin kompetente Bauern gesucht, die den Schülern in kurzen Unterrichtseinheiten Alltagskompetenzen vermitteln.

Alltagskompetenzen vermitteln

BBV-Bezirksdirektor Wilhelm Böhmer ging auf die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die Proteste der niederländischen Landwirte ein. Außerdem informierte er über die Grundsteuerreform und gab den Anwesenden hilfreiche Tipps, wie sie sich einen Überblick über die notwendigen Unterlagen verschaffen können.