Nach 18 Jahren stellt die CSU wieder den Bürgermeister Ritter führt Fichtelberg

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Knapp, aber froh: Georg Ritter wird Bürgermeister und verspricht den parteiübergreifenden Umschwung. Und Ruhe im Gemeinderat. Der Unterlegene, Georg Lechner, sieht sich als "moralischer Sieger".

Georg Ritter ist neuer Bürgermeister von Fichtelberg, Foto: Andreas Harbach Foto: red

Es war knapp, aber er war zufrieden: Georg Ritter ist der neue Bürgermeister von Fichtelberg. Damit gelang es der CSU nach 18 Jahren, wieder den Chefsessel im Rathaus zu besetzen. Der 50-Jährige hat sich in der Stichwahl mit nur 70 Stimmen mehr gegen seinen Konkurrenten Georg Lechner (53) durchgesetzt. „Ich bin ein bisschen sprachlos“, sagte Ritter bei einem Empfang der örtlichen CSU. Dass es keine einfache Aufgabe sein wird, für die er gewählt wurde, war ihm bewusst. Was er als erste Amtshandlung angehen will? „Eine Prioritätenliste", um die wichtigste Aufgabe festzustellen. Und dann ging er feiern. Mit beiden Händen machte er das Victory-Zeichen, als er zu seinen Parteifreunden kam. „Wir haben den Umschwung vor uns“, sagte er. Sein Ziel sei es, Ruhe in den Gemeinderat zu bringen. Und dann die großen und kleinen Themen anzugehen – parteiübergreifend. Und das Thema „Therme“? „Erst mal sehen, wie sich das entwickelt“, sagte Ritter. Weiter sagte er nicht viel, er ließ sich feiern. „Ich bin einfach froh.“

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Froh war auch die CSU, die feierte und applaudierte, ihren Sieger mit "Er lebe hoch"-Rufen und Sekt empfing. Es sei ein Lohn für die gute Arbeit der CSU, sagte ihr Spitzenkandidat Karl-Heinz Glaser. Der CSU-Ortvereinsvorsitzende Hans-Peter Reichenberger wünschte Ritter "Glück auf". Und auch er betonte, dass die CSU, die mit fünf Sitzen im Gemeinderat vertreten ist, "parteiübergreifend" anpacken wolle. Reichenberger: "Ich bin überglücklich." Nicht gekommen zur Feier war Jürgen Köferl, der gegen Ritter bei der Nominierung verloren hatte.

Der Unterlegene Georg Lechner kommentiert den Wahlausgang so: „Ich fühle mich seelisch, moralisch und persönlich als Sieger". Enttäuscht sei er nicht. Die Bürger hätten abgestimmt, das akzeptiere er. Das knappe Ergebnis sei super. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen." Er. Lechner, sei „erhobenen Hauptes" aus dem Wahlkampf gegangen, den die CSU „mit Mühe und Not umgebogen" habe. Ob er weiter politisch aktiv in Fichtelberg sein werde, ließ er offen. Auch ob er bei der nächsten Bürgermeisterwahl nochmal seinen Hut in den Ring werfen wollte. Bei seinen Freunden und Unterstützern und allen, die hinter ihm gestanden haben bedankte er sich, ganz ruhig. Und „aus tiefstem Herzen".