Musikdirektor der Festspiele Wirrwarr um Thielemann-Vertrag

Christian Thielemann, Musikdirektor der Bayreuther Festspiele. Foto: Archiv/ Karl Heinz Lammel Quelle: Unbekannt

BAYREUTH. Viel Wind um wenig: Seit einigen Monaten wird in einem Newsletter der Klassik-Szene immer wieder verkündet, dass der Vertrag Christian Thielemanns „als künstlerischer Leiter der Bayreuther Festspiele“ nicht verlängert worden ist. Das sagt Festspielleiterin Katharina Wagner dazu.

Zu der bereits mehrfach verkündeten Äußerung teilt Festspielleiterin Katharina Wagner auf Kurier-Nachfrage mit, dass der Wagner-Dirigent keineswegs den Titel des künstlerischen Leiters, sondern des Musikdirektors führt. Bei der Funktion des Musikdirektors gehe es unter anderem darum, im Fall eines kurzfristigen Ausfalls eines Kollegen einzuspringen und das hohe musikalische Niveau der Aufführungen zu gewährleisten.

Diese Vereinbarung mit Thielemann gilt vorerst bis zum Sommer 2020. Laut Katharina Wagner wird man sich zusammensetzten und sich über die Fortführung dieses Vertrages unterhalten. Davon unberührt sind die Dirigierverpflichtungen Thielemanns für Aufführungen der Bayreuther Festspiele.

Im vergangenen Sommer ergab sich spontan eine solche Notsituation: Aufgrund eines Todesfalls in der Familie hatte der russische Dirigent Valery Gergiev abgesagt. So dirigierte Thielemann quasi als Einspringer eine „Tannhäuser“-Aufführung der Neuproduktion.

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