Fünf in Bindlach stationierte amerikanische Soldaten hatten sich damals zu einer Band zusammengeschlossen und machten Soul-Musik. Wie der „Nordbayerische Kurier“ berichtete, hatten einige Schüler des humanistischen Gymnasiums die Band mit dem Namen Entertainers entdeckt. Sie hatten eine Musikgruppe für eine Veranstaltung gesucht und die Amerikaner gefunden. Seitdem reihte sich ein Auftritt an den nächsten.

Die fünf Musiker hatten in der Bindlacher Kaserne ihre gemeinsame Leidenschaft erkannt und die Entertainers gegründet. Fast alle hatten bereits früh musikalische Erfahrungen gesammelt.

Der Bandleader, Joseph Washington, sang bereits seit seiner Schulzeit. Schlagzeuger George Hamilton hatte mehrere Jahre sein Geld als Schlagzeuger in den Nachtclubs von Kansas City verdient.

Der Mann am Keyboard, Alonzo Terry, bezeichnete sich selbst als großen Wagner-Fan und William Thomas, Bassist der Gruppe, hatte vor seiner Zeit als Soldat sogar Musik studiert.

Und Gitarrist Arthur L. Combs hatte sich erst fünf Jahre zuvor selbst das Gitarrespielen beigebracht. Sie alle freuten sich über die plötzlich groß gewordene Resonanz in der Bayreuther Jugend.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier darüber, dass die Zahl der Autodiebstähle zunahm. Ein besonderes Problem für die ermittelnden Beamten stellte die Tatsache dar, dass viele Täter sich ausweisen konnten.

Sie verfügten oftmals über die erforderlichen Papiere zu den gestohlenen Wagen. Nur die Namen der Halter wichen manchmal ab. Der Wagen sei geliehen, hieß es dann.

Erst durch Nachforschungen bei anderen Polizeidirektionen kamen die Beamten den Dieben auf die Schliche. In manchen Fällen verfügten die Diebe aber sogar über die Führerscheine der Halter, mit denen sie sich ausweisen konnten.

Aus diesem Grund warnte die Landpolizeidirektion Oberfranken die Bevölkerung davor, Fahrzeugpapiere und Führerscheine im Auto aufzubewahren.