Musik auf dem Gipfel Frankensima will mit 1024 Akkordeonspieler auf dem Ochsenkopf einen Rekord aufstellen

Von Andreas Gewinner
 Foto: red

Wenn der Frankensima vor sein Haus in Untersteinach tritt, dann kann er bei schönem Wetter in gut 30 Kilometern Entfernung den Ochsenkopf sehen. Und auf dem Ochenskopf plant er für Samstag in einer Woche ein ganz besonderes Ereignis: Mindestens 1024 Akkordeonspieler sollen sich auf dem Ochsenkopfgipfel einfinden und sich ins Guinnessbuch der Rekorde spielen. Einen für jeden Meter, den der Ochsenkopf hoch ist.

Die Idee dazu kam ihm vor gut einem Jahr auf dem Bayreuther Volksfest im Festzelt. "Der Bischofsgrüner Wirt Robert Rieß saß mit am Tisch und sagte: 'Sag mal Sima, Du hast doch immer so ungewöhnliche Ideen.'", erzählt  der Sima, der im wirklichen Leben Philipp Simon Goletz heißt.

Die Quetschen und der Sima, das ist eine Verbindung, die 53 Jahre zurückreicht. Fünfeinhalb war der Sima, als er Akkordeon spielen anfing. Später wurde aus dem Sima in Bankkaufmann, dann Schriftleiter beim E. C. Baumann-Verlag, Akkordeonfachlehrer ist er auch. Und seit 28 Jahren ist der Sima freischaffender Künstler mit rund 200 Auftritten im Jahr. Kabarett, Volksmusik, Kleinkunst, Folk und noch mehr gehören zu seinem Repertoire. Und er hat verrückte Ideen.  "Ich wollte den Bamberger Erzbischofs zu einer Maimesse auf den Parkplatz der Ochsenkopfseilbahn holen. Das wurde aber bisher noch nichts."

Frankensima will Rekord schaffen

Das Akkordeonspielertreffen samt gemeinsamen Konzert soll aber klappen. Rekord oder kein Rekord. Ursprünglich war das Treffen für den 1. September geplant. Da aber am nächsten Wochenende das Gipfelfest und das FGV-Herbstwandertreffen auf dem Ochsenkopftreffen geplant sind, hat er seinen Rekordversuch kurzerhand auf den Samstag, 14. September gelegt.

Ein bisschen hadert der Frankensima mit seiner eigenen Zunft, mit Blick auf bisher erst rund 200 Anmeldungen: "Akkordeonspieler sind ein etwas schwerfälliges Volk." Dabei sei das Akkordeon ein Weltinstrument: "Klezmermusik, Marius Müller-Westernhagen, Sportfreunde Stiller" - überall ist das Akkordeon im Einsatz. Auf eine halbe Million schätzt der Frankensima die Zahl der Akkordeonspieler in ganz Deutschland. Theoretisch müsste jeder von dem Termin wissen: "Ich habe Musikschulen und Musikalienhändler von Flensburg bis zur Schweiz angeschrieben."

Und selbst wenn es nichts wird mit dem Rekord am nächsten Samstag: "Wissen Sie, wie 100 Akkordeons auf einmal klingen", fragt der Sima und seine Auge leuchten.

Das Treffen ist von 14 bis 15 Uhr geplant und findet im Zelt statt. In der Teilnehmergebühr für Akkordeonspieler von 15 Euro sind die Seilbahnfahrt, getränkt, Imbiss, Erinnerungsgeschenk und Urkunde enthalten.

Vier Orte feiern beim Ochsenkopf-Gipfelfest

Am gleichen Wochenende, 14./15. September findet das erste gemeinsame Ochsenkopf-Gipfelfest der vier Orte Bischofsgrün, Fichtelberg, Mehlmeisel und Warmensteinach statt. Dieses 2-tägige Fest wollen die Gemeinden mit ihren Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam organisieren und durchführen. Viele Vereine beteiligen sich aktiv an der Vorbereitung und an der Festgestaltung.

Von Organisation bis regionalem Essensangebot, über Darstellungen auf der Aktionsbühne bis hin zum Kuchenbacken sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ihren Beitrag leisten. Grundsätzliches Ziel ist es, die Einwohner noch näher zusammenzubringen. Verschiedene Veranstaltungshöhepunkte befinden sich in Vorbereitung, einer davon ist das Akkordeonspielertreffen.

Einen weiteren Höhepunkt bereitet der Fichtelgebirgsverein vor, der dieses Jahr 125 Jahre alt wird. Im Rahmen des Festes wird am Sonntag, 15. september, das Herbstwandertreffen des Hauptvereins durchgeführt und dabei der 90. Geburtstag des Asenturms gefeiert. Am Sonntag, 15. September lockt von 10 bis 17 Uhr ein buntes Musikprogramm mit dem Herbstwandertreffen des Fichtelgebirgsvereins, einher gehend mit dem 90-jährigen Geburtstag des Asenturmes. Zum Jubiläumswandertag lädt der Fichtelgebirgsverein zu drei kostenfreien geführten Wanderungen auf den Ochsenkopf ein. Die mittelschweren Touren dauern zwei bis drei Stunden. Um 9.30 Uhr etwa startet an der Talstation Nord in Bischofsgrün die sieben Kilometer lange Wanderung „Auf romantischen Wegen zum Ochsenkopf". Um 10.30 Uhr geht es auf der südlichen Seite in Fleckl „Durchs Ursprungsgebiet der Steinach zum Ochsenkopf".

Die Fahrt zum Gipfelfest kann zu vergünstigten Preisen mit der Seilschwebebahn vom Süden in Fichtelberg oder vom Norden in Bischofsgrün erfolgen oder zu Fuß auf den Wanderwegen. Der Blick von hier oben reicht weit über die Erlebnisregion Ochsenkopf hinaus bis Bayreuth und zur Grenze nach Tschechien.

 

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