München - Ganz wohl war Bruno Thürauf, dem Bürgermeister des mittelfränkischen Marktes Neuhof an der Zenn, nicht bei seinem Auftritt in der 10 H-Anhörung des Wirtschaftsausschusses im Landtag. "Ich weiß schon, warum ich auserwählt wurde", unkte der Kommunalpolitiker, der es geschafft hatte, trotz der neuen strikten Mindestabstände zwischen Windrädern und der Wohnbebauung drei neue Anlagen in seiner Gemeinde errichten zu lassen. Der CSU diente Thürauf als leuchtendes Beispiel, dass 10 H die Windkraft in Bayern nicht getötet hat, der Opposition galt er als einsame Ausnahme. Denn nach dem Inkrafttreten von 10 H ist die Zahl der Genehmigungsanträge für Windräder im Freistaat von 219 auf vier abgestürzt, die der Genehmigungen von 244 auf sieben.