"Dann hätte ich eigentlich keinen Grund gehabt", sagte der Schauspieler am Montag bei dem Prozess um seine Sex-Affäre vor dem Amtsgericht München. "Ohne das Interview bist du am Ende".Er habe sich nur zu einer Zusammenarbeit mit der "Bild" bereiterklärt, weil ihm seine PR-Beraterin gesagt habe: "Wenn du denen nichts gibst, dann verlierst du deinen Pfarrer Braun, dann bist du am Ende." Außerdem habe er die negative Berichterstattung nicht mehr ertragen und den "Strohhalm" des Interviews ergriffen. Zwei Männer und zwei Frauen sind angeklagt, den 56-Jährigen im Sommer 2009 heimlich beim Sex mit Prostituierten in seiner Münchner Wohnung gefilmt zu haben. Einer von ihnen soll eine CD mit den Aufnahmen anschließend für 3500 Euro an einen ehemaligen Mitarbeiter der "Bild"-Zeitung verkauft haben, der sich nun ebenfalls vor Gericht verantworten muss. Diesem wird vorgeworfen, den Kabarettisten mit dem Material unter Druck gesetzt und zur Mitwirkung an drei Artikeln des Blattes bewegt zu haben. Er bestreitet dies. Die Axel Springer AG hatte die Vorwürfe schon vor dem Prozess zurückgewiesen. Die Anklage kriminalisiere die journalistische Recherche und gefährde die Pressefreiheit, sagte ein Sprecher. Foto: pa