Wie die Feuerwehr mitteilte, haben im Rahmen der Ausbildung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer seit Anfang April nach und nach die Grundlagen der Feuerwehrarbeit erlernt. Dazu zählten u.a. Theorie-Einheiten zu Themen wie Unfallverhütung, rechtliche Grundlagen oder Gefahrgut.

Auch das taktische Vorgehen bei Brandeinsätzen oder Technischen Hilfeleistungen musste zunächst in der Theorie behandelt und verstanden werden, bevor es an die praktische Umsetzung ging. Da der Feuerwehrdienst am allermeisten von der Praxis lebt, nahm diese auch den größten Teil des Lehrgangs ein.

Aufbau eines Löschangriffs

Ob der Aufbau eines Löschangriffs, der Einsatz von tragbaren Leitern oder die Befreiung von Personen aus verunfallten Fahrzeugen mit hydraulischem Rettungsgerät, all das Wissen über und rund um diese Tätigkeiten aus dem Basisrepertoire der Feuerwehr eigneten sich die Feuerwehranwärter im Laufe der vergangenen Monate an.

Dieses Grundwissen mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Abschlussprüfung am Samstag, 23.November, schließlich unter Beweis stellen. Neben einer schriftlichen Prüfung standen für den praktischen Teil eine Einzelaufgabe sowie eine Truppaufgabe auf dem Programm.

Letztere war im Rahmen eines Löschangriffs (Aufbau einer Wasserversorgung, Vornahme eines C-Rohrs, Einsatz einer vierteiligen Steckleiter) bzw. einer Technischen Hilfeleistung nach Verkehrsunfall (Aufbau einer Verkehrsabsicherung, Patientenversorgung, Stabilisierung des Unfallfahrzeugs) abzuleisten.

Als Einzelaufgabe musste den Prüfern Rede und Antwort gestanden werden zu den Themen Inbetriebnahme eines Unterflurhydranten, Aufbau und Bedienung des Hohlstrahlrohrs, Einsatzgrundsätze und Verwendung verschiedener Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem bewusstlosen Patienten und Bedienung des Digitalfunkgeräts.

Weiterhin neue Helfer gesucht

Unter den Argusaugen von Stadtbrandrat Ralph Herrmann, Stadtbrandinspektor Stephan Fößel und Lehrgangsleiter Alexander Wiche absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufgaben souverän, sodass sich die Freiwillige Feuerwehr Bayreuth nun über 16 neue Feuerwehrfrauen und -männer, verteilt über die verschiedenen Abteilungen im Stadtgebiet, freuen kann. Gerade in Anbetracht des kürzlich vorgestellten Feuerwehrbedarfsplans und der dort enthaltenen Forderung nach mehr ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern ist dies für die Feuerwehrführung ein Glückstag.

Natürlich sucht die Feuerwehr auch weiterhin neue Helfer, die die Einsatzabteilungen verstärken. Der MTA-Lehrgang ist selbstverständlich so konzipiert, dass die Ausbildung zum Feuerwehrmann bzw. zur Feuerwehrfrau auch ohne jegliches Vorwissen angetreten werden kann und damit ideal für Quereinsteiger. Bei Interesse bzw. weiterführenden Fragen kann via Mail oder die sozialen Netzwerke unverbindlich ein erster Kontakt hergestellt werden.

Wenngleich die Ausbildung und die anschließende Arbeit bei der Feuerwehr wertvolle Stunden der Freizeit raubt, entschädigt sie jedoch mit jeder Menge interessanter Erfahrungen und gelebter Kameradschaft. Dies haben die Kameradinnen und Kameraden der diesjährigen MTA bei der Abschlussbesprechung einmal mehr bestätigt.